Mehr Fitness wagen: Was genau ist eine moderne „Fitness-Pädagogik“?

Sportlich, schlank, durchtrainiert – sind das die primären Ziele von Fitness? Nein. Fitness ist viel mehr als Training im Sinne von Leistungsoptimierung. Gerade im Schulsport gilt es, Schüler:innen einen gesundheitsorientierten Zugang zum Thema Fitness zu vermitteln und das Können, Sollen und Wollen in Einklang zu bringen.

Dieser Beitrag ist in leicht veränderter Forma als Basisbeitrag in der Sportpädagogik 6/23 im Friedrichverlag erschienen. Den Originalbeitrag und das Themenheft können Sie hier abrufen [Beitrag–>]

Fitness (engl. to fit: tauglich, fähig oder auch engl. fitness: „Angepasstheit“, „Tauglichkeit“; vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Fitness_(Biologie)) ist ein abstrakter Begriff und nur auf den ersten Blick so konkret, wie er umgangssprachlich oft genutzt wird. Ursprünglich ein biologischer Fachbegriff aus der Populationsgenetik und Teil der Evolutionstheorie, ist „Fitness“ im Grunde ein Synonym für die Anpassungsfähigkeit oder auch Angepasstheit („Survival of the Fittest“). Die reine „körperliche Fitness“ ist dabei lediglich ein Teilbereich. Insofern hat dieser Zustand sowohl etwas Ergebnis- als auch etwas Prozessorientiertes.

Als Fitnesstraining werden gemeinhin Aktivitäten bezeichnet, die dazu dienen, die körperliche Leistungsfähigkeit und damit auch – so wird es zumindest erhofft – die Gesundheit zu verbessern. Der Begriff „Fitnesstraining“ bezieht sich im eigentlichen Sinne auf den Freizeitsport. Gleichzeitig sind Elemente des Fitnesstrainings aber auch im Rehabilitations-, Leistungs- und Hochleistungssport zu finden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird häufig nicht dazwischen unterschieden, ob ein:e Freizeitsportler:in oder ein:e Olympionik:in „fit“ ist.

Diese kurze Betrachtung lässt erahnen: Der Begriff Fitness ist gar nicht so einfach zu greifen, wie man zunächst denkt. Es erfolgt häufig eine Vermischung der Begrifflichkeiten. Oft wird etwa der Begriff der Gesundheit synonym mit Fitness verwendet. Gleichzeitig wird Fitness häufig in der Schule thematisiert, ist in manchem Lehrplan verankert und vor allem ein Zeitgeistthema.

Wie jedoch sollte man den Zustand „fit sein“ pädagogisch thematisieren? Welche begriffsbestimmenden Aspekte gibt es und welche der Definitionen greifen für das Setting Schule? Welche Aspekte von Fitness sind für Schüler:innen relevant? Kann man Fitness einfach im Rahmen einer allgemeinen Gesundheitserziehung, vor allem im Sportunterricht, behandeln? Wann und wie wird das Thema zu einem ganzheitlichen Aspekt des Unterrichts? Wie und mit welcher Zielsetzung sollten Sportlehrkräfte vorgehen, um das Thema nachhaltig und in einem weiten Sinne zu akzentuieren?

Dieser Beitrag möchte zeigen, wie sich Lehrer:innen diesem komplexen Thema nähern können.

Fitness ist zu sehr in der Lebenswirklichkeit von Schüler:innen verankert, als dass der Sportunterricht sie ignorieren könnte.

Gesundheitsorientierung als Ziel im Sportunterricht

Wenn wir eine schulpädagogische Standortbestimmung für Fitness vornehmen wollen, müssen zunächst Klärungen vorgenommen werden. Bisher lässt sich feststellen: Der Begriff Fitness wird in der Schule weitgehend genauso funktional verstanden, wie er auch gesellschaftlich thematisiert wird, das heißt in der Regel im Sinne von Training und im Sinne eines zu erreichenden „Endzustands“.

Die Dimension „Leistungsfähigkeit“ wird dabei in den Vordergrund gestellt und im Wesentlichen – bestenfalls – kompensatorisch verstanden. Das heißt, der Schulsport ist bisher überwiegend auf die körperlichen und leistungsbezogenen Aspekte von Fitness fokussiert. Zum anderen sehen verschiedene Autor:innen jedoch im pädagogischen Auftrag des Schulsports bezogen auf Fitness auch eine Orientierung hin zu einer gesundheitsorientierten Fitness (vgl. Duwenbeck & Deddens, 2013; Duwenbeck, 2021, S. 41).

Dieser gesundheitsorientierte Ansatz greift zumindest die Lebenswirklichkeit der Schüler:innen und die generelle pädagogische Intention des Schulsports stärker auf als ein rein leistungsbezogener Ansatz. Letzterer ist zudem zum Teil mit fragwürdigen Maßstäben belegt. So kann es in der Schule nicht ausschließlich das Ziel sein, Schüler:innen „trainieren“ zu wollen. Das Ziel sollte sein, Lernende zu befähigen, selbst zu bewerten, ob, wann und in welcher Weise sie trainieren sollten.

Fitness kann als die sportliche Seite der Medaille von umfassender Gesundheit gesehen werden. Durch körperliche Fitness, die zweifelsohne auch zu sportlicher Leistungsfähigkeit gehört und Krankheiten entgegenwirken kann, soll möglichst langfristig subjektives Wohlbefinden hergestellt werden.

Dieses Verständnis steht vor allem in Abgrenzung dazu, dass viele Leistungserwartungen aus dem Bereich Fitness von außen an Schüler:innen herangetragen werden: Körperbilder in sozialen Medien, bestimmte Schrittanzahlen, die man jeden Tag bewältigen soll, oder bestimmte Ernährungsformen.

Gleichzeitig sollte Fitness in der Schule aber vor allem die „Anpassungsfähigkeit“ der Schüler:innen stärken beziehungsweise erweitern. Sie sollen erkennen können, wann „Reaktionen“ auf Anforderungen und Veränderungen in ihrem Leben notwendig sein könnten – und dies eben nicht nur in Bezug auf körperliches Training.

Das geht nur, indem gesundheitsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten im Zentrum dieser „Fitnesspädagogik“ stehen. Die Schule und der Schulsport haben hier die Aufgabe, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, um zu einer subjektiven Zufriedenheit und zu einem Wohlbefinden zu gelangen, das einem selbst entspricht und nicht nur von außen oktroyiert wird.

Fitness: ganzheitliches Konzept

Zieschang und Brehm definieren Fitness als „Gesundheitsressource, als Voraussetzung für Wohlbefinden, als Lebensstilelement und als Faktor der Selbstpräsentation“ (Zieschang & Brehm, 1997, S. 17). Insofern scheint es sich bei Fitness auch wissenschaftlich eher um ein „Konzept“ (Brehm et al., 1997, S. 21) zu handeln, das zugleich Voraussetzung für Gesundheit, aber auch Teil eines Gesundheitsbegriffs ist.

Aber: Eine Sichtweise, die Fitness nur unter dem Aspekt der Optimierung der motorischen Aspekte versteht, grenzt den Begriff für die Schule stark auf die konditionellen Leistungsfaktoren ein und nimmt fast ausschließlich die „körperliche Fitness“ in den Blick. Dies ist jedoch als Betrachtungsweise insbesondere für Schule und Schulsport eine viel zu enge Auslegung.

Wenn man Fitness als ganzheitliches und weit gefasstes Konzept im Schulsport abbilden möchte und eben nicht nur als Zustand, kann sie nur mit dem Ziel thematisiert werden, dass Schüler:innen maximal umfassende Einsichten und Kompetenzen erlangen, um ihr Leben in größtmöglicher Gesundheit und maximal ausgeprägtem Wohlbefinden führen zu können.

Dabei sollen sie im Optimalfall auch eine über einen gezielten Trainingsprozess gesteuerte Leistungsverbesserung, etwa im Bereich Ausdauer, erfahren können. Diese gilt es dann aber in ihrer Bedeutsamkeit zu reflektieren.

Zusammenfassend finden sich auf vielen Ebenen Anknüpfungspunkte und Überschneidungen zwischen Fitness, Gesundheit, Trainieren und Sport, zwischen Fitness als Phänomen und Fitness als Gegenstand eines Bildungsprozesses (vgl. Duwenbeck, 2021, S. 40 ff.).

Die Dimension Funktionsfähigkeit wird dabei häufig nicht weit genug gefasst. Der Aspekt Leistungsfähigkeit sollte im Sportunterricht besser im Sinne von Gestaltungsfähigkeit in Bezug auf Lebensgestaltung und Lebensbewältigung verstanden werden: als Möglichkeit, mit den mannigfaltigen Stressoren, die auf einen Menschen einwirken, konstruktiv und selbstbestimmt umgehen zu können, zu wollen und zu sollen (Beckers, 2007, S. 28 ff.). Fitness im schulischen Kontext kann so eher als ein Konzept verstanden werden, um ebendies in Einklang bringen zu können.

Bereich Bestandteile beziehungsweise Beispiele
Fitnesstraining Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination
Persönliche Hygiene Persönliche Hygiene
Gesunde Ernährung Gesunde Ernährung
Sinnvolles Verhältnis von An- und Entspannung Ausreichender Schlaf, aktive Erholung, Urlaub beziehungsweise Regenerationsphasen etc.
Soziale Kontakte Zum Beispiel Familie, Freunde und Beziehungen sowie ein weiteres soziales Umfeld
Drogenfreie Lebensführung Drogenfreie Lebensführung
Weitere Aspekte Weitere Aspekte
Geringe Exposition gegenüber schädigenden Einflüssen Schädigende Aspekte, Umweltgifte, Lautstärke, weitere Stressfaktoren etc.
Reduzierung sitzender Tätigkeiten Zum Beispiel ein geringer Anteil an Bildschirmarbeit, Computerspielen und sitzender Tätigkeit etc.
Erweitertes Fitnessverständnis, modifiziert nach Duwenbeck, Deddens und Augustin 2020, S. 13.

Der Zusammenhang von Fitness und Bewegung

In fachdidaktischen Konzeptionen und Positionen (vgl. Balz & Kuhlmann, 2003) kann man Zugänge zum Themenbereich Fitness sowohl in fundamentalen und konservativen Positionen als auch in alternativen und pragmatischen Positionen finden.

Allgemein wird Sportpädagogik als Beratungsinstanz üblicherweise als „angewandte“ Sportpädagogik verstanden. Ihre Aufgabe ist es – unter anderem nach Kurz –, „sowohl ‚die gesetzten Sollwerte‘ pädagogisch zu diskutieren, als auch die eingegrenzte Betrachtungsweise der anderen Disziplinen (etwa der Trainingswissenschaften – Anm. d. Verf.) mit dem pädagogischen Blick auf den ganzen Menschen zu konfrontieren“ (Kurz, 1990, zit. in Mittmannsgruber, 2005, S. 5 ff.; Kurz, 1992).

Diesen Blick auf den ganzen Menschen finden wir in einem pädagogischen Verständnis von Fitness wieder. Schwier (1997) sieht Fitness aus sportpädagogischer Sicht sowohl als individuell wünschenswerten Zustand des Menschen. Andererseits sieht er fitnessorientiertes Sporttreiben unweigerlich in einem Spannungsfeld zwischen dem aktiven Streben nach Selbstverwirklichung und einer quasi auferlegten Konsumorientierung. Fitness ist damit auch „Ware“ (Schwier, 1997, S. 167).

Fitness im Schulsport soll Schüler:innen das Wissen vermitteln, wie sie ihr Leben in Wohlbefinden führen können.

Allen diesen Verankerungen liegt zunächst ein einfaches Paradigma zugrunde: Körperliche Aktivität fördert die Fitness. Dies ist eine Setzung, die empirisch abgesichert zu sein scheint (Schwier, 1997, S. 22; Beuker, 1993; Umbach & Fach, 1990, S. 52; Schmidtbleicher, 1997, S. 26 ff.).

Zudem wird implizit erwartet, dass durch sportliche Aktivitäten und eine dadurch gesteigerte Leistungsfähigkeit – gleichgesetzt mit Fitness – auch die Leistungsbereitschaft und das Wohlbefinden gesteigert werden. Dies ist jedoch nur eine erste Facette von Fitness, mit der sicherlich ein Beitrag geleistet wird, eine lebenslange Fitness zu ermöglichen.

Im Sinne der Zielsetzung Leistungsfähigkeit kann zunächst konstatiert werden, dass körperliche Aktivität die Fitness fördert. Bewegung baut Schutzfaktoren auf, macht resistenter gegen Stress, fördert eine geistige Ausgeglichenheit und sorgt in Summe für ein besseres Befinden. Dabei unterscheidet man zwischen Soforteffekten und langfristig wirkenden Effekten.

Das Individuum entwickelt dadurch zum einen auf psychischer Ebene eine höhere Resilienz und zum anderen durch die Trainingseffekte eine bessere Angepasstheit im Sinne einer Homöostase als Vorbereitung auf kommende Anforderungen. So betrachtet ist regelmäßige Bewegung eine unabdingbare Grundvoraussetzung für Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Hiermit wäre die Sollsetzung im Sinne der angestrebten Kompetenzvermittlung legitimiert, die sich auf die körperlichen Fähigkeiten bezieht und die in fast allen Lehrplänen enthalten ist.

Dem entgegen stehen jedoch aufseiten der Schüler:innen Hemmnisse wie die Motivation, das mangelnde fachliche Wissen und in wenigen Fällen körperliche Hindernisse, Krankheiten und/oder manchmal einfach der fehlende Wille oder die fehlende Einsicht.

Damit tritt auch die zweite Facette des Sportunterrichts in den Fokus der Fitnesspädagogik: die Wissensvermittlung und der Erwerb „echter“ Fitnesskompetenzen. Gemeint sind Kompetenzen, die direkt anwendbar, mit theoretischem Hintergrundwissen unterfüttert und mit spürbaren Effekten verbunden sind.

So kann eine Entspannungstechnik, bei der verstanden wurde, warum sie wirkt und welche Prozesse dabei ablaufen, direkt in den Alltag eingebaut werden. Ein weiteres Beispiel sind Bewegungspausen, die in Kooperation mit anderen Fächern fest installiert werden und in denen der Rücken bewegt und entlastet wird.

Über die Bedeutung von Fitness und Gesundheit als Gegenstand eines modernen erziehenden und kompetenzorientierten Sportunterrichts wird unter Sportlehrer:innen, Sportdidaktiker:innen und Sportpädagog:innen schon lange nicht mehr grundsätzlich gestritten.

Bereits in den späten 1980er-Jahren stellte Beckers (1988) jedoch warnend fest, dass dabei „eine rein affirmative Vermittlung von fitnessorientierten Techniken der Körperformung“ – etwa im Sinne von Bodybuilding – Gefahr laufe, „die Akteure zum Spielball von industriell durchgestylten Körpermoden zu machen, die Disziplinierung des Körpers zu verstärken und (pädagogisch wünschenswerte) autonome Sinnfindungen zu verfehlen oder gar nicht erst in den Blick zu nehmen“ (Schwier, 1997, S. 168).

Brodtmann (1997) prüfte zeitgleich, ob „Fitness erhalten und fördern“ ein vorrangiger Auftrag des Schulsports sein könne. Er stellte unter anderem die berechtigte Frage, ob eine damals stärkere Betonung der Fitnessförderung im Schulsport in der pädagogischen Konsequenz damit verbunden sei, andere Aspekte zu reduzieren oder ganz entfallen zu lassen.

Zudem stellte er die Funktion des Bemühens um Fitness aus der Perspektive einer salutogenetisch orientierten Gesundheitswissenschaft zur Diskussion und schlussendlich auch die sich daraus ergebenden Prioritäten, die im Schulsport mit Blick auf Gesundheitserziehung und Gesundheitsorientierung zu verfolgen wären.

In der Konsequenz stellte Brodtmann eine hochmoderne Forderung auf, die auch heute so kommentarlos stehen bleiben kann:

„Schulsport sollte sich auf das konzentrieren, was langfristig bleibt. Wenn es im Schulsport um Fitnesstraining geht, dann ausschließlich um den Erwerb grundlegender Fitnesskompetenzen, die es einem heranwachsenden Menschen ermöglichen, sich nicht nur sachkompetent, sondern auch – im Blick auf die fragwürdigen Fitnessangebote in seiner Umwelt – urteilsfähig und verantwortlich um eine gesundheitlich relevante Fitness zu bemühen.“

Brodtmann, 1997, S. 169 ff.

Fitness in der Lebenswelt der Schüler:innen

25 Jahre nach Brodtmann ist Fitness allgegenwärtig. Fitness ist ein tragendes Element von Werbung und Trends. Fitness ist Gegenstand und konstituierendes Element von Blogs, Videokanälen, Instagram und Co.

Für andere hingegen ist Fitness oder das Streben danach eine Last, an der sie sich abarbeiten, wegen der sie erkranken oder die sie unerfüllt suchen. Vor allem soziale Medien spielen hier eine übergeordnete Rolle. Hier trifft man als Folge auf Phänomene wie Ernährungsstörungen oder Sportsucht, Störungen von Selbstbildern und Ähnliches.

Moderne Lebensumstände lassen die Menschen auf der anderen Seite zum Beispiel immer länger sitzend oder in ungesunden Haltungen verharren, etwa beim stundenlangen Starren auf Bildschirme. Dies lässt kompensierende Aktivitäten schon in jüngeren Jahren als noch wichtiger erscheinen, als dies einmal der Fall war.

Nachtigäller und Pollmann (2019) haben anschaulich dargelegt, inwiefern Medienkonsum, motorische Leistungsfähigkeit und körperliche Aktivität im Grundschulalter interdependent sind. Zentrale Konsequenz der Untersuchungsergebnisse ist die argumentative Stützung von Interventionen im Setting (Grund-)Schule.

Die Konsequenz daraus darf jedoch nicht sein, dass die ohnehin schon zu knapp bemessene Zeit für den Schulsport nun auch noch zusätzliche kompensatorische Aufgaben übernehmen soll. Stattdessen muss grundsätzlich mehr Bewegung beziehungsweise Bewegungszeit in der Schule verankert werden (Nachtigäller & Pollmann, 2019, S. 194 ff.).

Fitness ist zu sehr in der Lebenswirklichkeit von Schüler:innen verankert, als dass der Sportunterricht sie ignorieren könnte. Die Auseinandersetzung mit Fitness ist jedoch oftmals sehr körperbezogen und auf Leistungsfähigkeit ausgerichtet. So wird unter anderem thematisiert, woran man denn „eigentlich merkt, dass man fit ist, und wie man das dann bestenfalls möglichst effektiv herstellen kann“ (Pargätzi & Schiemann, 2018, S. 2 ff.).

Pädagogischer Auftrag: Fit für Fitness machen

Die Herausforderung lautet: Wie kann ich langfristig, nachhaltig und vor allem selbstbestimmt mein Leben in möglichst maximalem Wohlbefinden und Gesundheit führen? Wie werde ich darin kompetent, mit den täglich auf mich einwirkenden Stressoren umzugehen?

Hierzu benötigen die Schüler:innen einen „Werkzeugkasten“ und entsprechende Fähigkeiten. Dazu gehören:

Kompetenzbereich Konkrete Bedeutung
Kompensatorische Kompetenzen = Können Ich habe heute lange gesessen. Wie kann ich nun Bewegung in meinen Tagesablauf integrieren, um den Verspannungen entgegenzuwirken? Was brauche ich, und wie wende ich es an?
Einsicht = Sollen Es wäre gut, wenn ich nun etwas täte, weil …!
Volative Fähigkeiten = Wollen Ich wende mein Können nun freiwillig und selbstbestimmt an oder eben auch nicht …

Man darf bei der Leistungsoptimierung, die als das Nonplusultra suggeriert wird, nicht vergessen, dass nach einem langen Tag des Sitzens auch das Liegen auf der Couch als entspannend wahrgenommen werden kann. Dies ist eine der möglichen Optionen.

Kompetenzen nachhaltig ausbilden

Hier weicht Fitness als Konzept für die Schule vom allgemeinen, rein leistungsorientierten Verständnis deutlich ab. Es baut darauf, dass die erworbenen Kompetenzen überwiegend sinnstiftend und möglichst lebenslang und nachhaltig angewendet werden, weil sie auf Selbsteinsicht beruhen.

Es geht also in Übereinstimmung mit Beckers (2007) vor allem darum, die Ressourcen des Subjekts zu stärken und die individuellen Lebensbedingungen möglichst positiv zu gestalten, indem Aktivitäten in den Interventionsfeldern „Funktionsfähigkeit“, „Leistungsfähigkeit“ und „individuelle Gestaltungsfähigkeit“ entwickelt werden.

Verantwortung für die eigene Fitness

Gerade die individuelle Gestaltungsfähigkeit wird aktuell zu wenig in den Blick genommen. Beckers (2007) versteht darunter „Hilfestellung bei der Suche nach Sinn sowie Entwicklung der Fähigkeit, sein eigenes Leben individuell und selbstverantwortlich gestalten und Lebensprobleme bewältigen zu können“ (Beckers, 2007, S. 4).

Bei der Entwicklung einer didaktischen Konzeption kommt ihr eine zentrale Aufgabe zu. Für die didaktische Planung bedeutet dies, drei aufeinander aufbauende Stufen zu berücksichtigen:

Stufe Didaktische Aufgabe
1 Erkennen bestehender individueller Muster des Verhaltens
2 Förderung persönlicher Kompetenzen, die zu einer individuell sinnerfüllten Lebensgestaltung im schulischen und außerschulischen Lebensraum befähigen
3 Erproben von Alternativen des Verhaltens. Hier geht es nicht darum, als „richtig“ vorgegebene Verhaltensweisen anzutrainieren, sondern um das Suchen und Finden individuell angemessener Verhaltensweisen in einem „geschützten“, weil folgenlosen Raum.

In diesem Zusammenhang bekommen „Reflexionsphasen“ eine besondere Bedeutung, weil damit das im Unterricht Erlebte verarbeitet werden kann (vgl. Beckers, 2007, S. 33 ff.).

Die Interventionsfelder Funktions- und Leistungsfähigkeit, die sich mit der Gestaltungsfähigkeit überschneiden und die im Sportunterricht häufig zu stark fokussiert werden, können nun etwas zurückgenommen werden, da sie sich automatisch entwickeln.

Beispiele für Gestaltungsfähigkeit

Gestaltungsfähigkeit bedeutet, an einem konkreten Beispiel verdeutlicht: Wenn etwa der Rücken nach langem Sitzen schmerzt, muss dies zunächst wahrgenommen werden.

Nun muss geklärt werden: Was schmerzt genau? Wie reagiert die Muskulatur auf Belastungen und Fehlbelastungen? Wie funktionieren Übungen, die dem Schmerz entgegenwirken? Anschließend kann die Maßnahme etwa in Form von „Training“ oder „Übung“ erfolgen.

In einem weiteren Schritt gilt es, die Ursachen der Muskelverspannung zukünftig zu vermeiden, zum Beispiel durch eine aktiv veränderte Sitz- oder Arbeitsposition, Bewegungspausen oder Ähnliches.

Trainingsmethoden erproben

Auf der Methodenebene sollen trainingsbezogene Veränderungen – im Sinne einer „Erfahrbarkeit“ – natürlich auch erlebt werden. Es ist unabdingbar, die direkten und spürbaren Veränderungen und Anpassungserscheinungen, die sich im Optimalfall ergeben, tatsächlich zu erleben. Dies geht nur, wenn auch Training erprobt wird.

Hier sei exemplarisch das subjektive Belastungsempfinden genannt, das sich besonders eignet, um das Spannungsfeld zwischen Objektivität, Subjektivität und Intersubjektivität bei Belastungen zu verdeutlichen. Denn: Nur weil wir alle schwitzen, war es nicht für alle die gleiche Belastung.

Auch Krafttraining, zum Beispiel im Sinne eines „sanften Ein-Satz-Krafttrainings“ (Boekh-Behrens & Buskies, 2000, S. 48 ff.; Thienes, 2008; Thienes & Austermann, 2006), das mit sehr geringen Intensitäten erfolgt und dennoch gerade im Anfängerbereich schnelle und lang andauernde Effekte zeigt (Reuter & Buskies, 2003, S. 372 ff.), sollte erprobt werden.

Dabei sollten beispielsweise folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:

  • Wie trainiert man genau?
  • Welche Gewichte benutze ich – und warum?
  • Warum ist die genaue Ausführung der Bewegung beim Training essenziell?

In Summe müssen dabei vor allem qualitative Aspekte Beachtung finden (Siewers, 2001, S. 55–60; Günther, 2004, S. 43 ff.).

Fitness zum persönlichen Thema machen

Im Sinne einer Langfristigkeit liegt das Bildungspotenzial eines schulsportlichen Fitnesstrainings nach Baschta (2015) jedoch nicht in der unreflektierten Anwendung des erlernten trainingsspezifischen Fachwissens, sondern im persönlichen Verhältnis der Lernenden zu diesem Wissen und im Umgang damit.

Es geht nach Baschta im Unterricht darum, dass Schüler:innen ihren aktuellen Fitnesszustand erheben und sich anschließend – im Sinne einer Eigenverantwortung für den eigenen Körper – die Frage stellen, wie sie reagieren wollen. Der Autor spricht in diesem Zusammenhang davon, dass sie sich selbst trainieren können.

Somit geht es nach Baschta darum, den abstrakten Begriff Fitness zu einem den Schüler:innen eigenen, persönlichen Thema zu machen (Baschta, 2015, S. 11 ff.).

Dimensionen von Fitness im Sportunterricht

Im Sportunterricht können die unterschiedlichen Dimensionen von Fitness und Gesundheit auf vielfältige Weise akzentuiert werden. Betrachtet man die grundsätzlichen pädagogischen Möglichkeiten, erkennt man die unterschiedlichen Ebenen des Lernens (Mittmannsgruber, 2005) und gleichzeitig mögliche Zielsetzungen:

Dimension beziehungsweise Zielsetzung Leitfrage oder Beispiel
Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten Welche Möglichkeiten zur Verbesserung meines Wohlbefindens kann ich wie anwenden, zum Beispiel Entspannungstechniken?
Stärkung der Selbstorganisation Wie kann ich mein Training in einem Wochenplan organisieren?
Ausgleich schulischer Belastungen Wie kann ich meinen Rücken nach einem Tag am Schreibtisch mobilisieren?
Rollenmodifikationen und soziales Lernen Was kann eine „Laufgruppe“ für mich als Motivationshilfe bedeuten?
Chancen zur Differenzierung Muss ich wirklich abnehmen oder will ich meinen Körperfettanteil senken und den Muskelanteil erhöhen?
Gelegenheiten zur Diagnose Wie ist es um meine Ausdauer bestellt, und wie entwickelt sich mein Puls?
Ansätze zur fächerübergreifenden Zusammenarbeit Wie erfolgt die Energiebereitstellung, und welche Konsequenzen hat dies für meine Ernährung über den Tag hinweg?
Intensivierung des Schullebens Wir laufen an einem Aktionstag für neue Spielgeräte auf dem Schulhof.
Öffnung der Schule Welche Aktivitäten sind im Stadtbezirk möglich oder nicht möglich? Wie kann man die Kommune von Veränderungen überzeugen?
Projektorientierung Wie kann ich frei einen eigenen Sinnbereich der Fitness beziehungsweise Gesundheit für mich erarbeiten?

Theorie-Praxis-Verzahnung

Die Unterrichtsgestaltung auf der Inhaltsebene im Vermittlungsmodus – der didaktischen Ebene – orientiert sich hierbei an den fachwissenschaftlichen Standards und Erkenntnissen.

Dazu gehören ein ganzheitliches Verständnis von Fitness, aber auch allgemeine Aspekte der Trainingslehre, Aspekte der Rückenschule und somit der Anatomie, Physiologie und Traumatologie. Durch die Vermittlung von Wissen, das Durchführen von Übungen sowie das Anwenden der erlernten Methoden sind Praxis-Theorie-Bezüge automatisch gegeben.

Am Beispiel Stress kann dies verdeutlicht werden: Wenn dieser in den Mittelpunkt rückt, kommt es auf die Beziehungsebene im Unterricht an. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis muss gewährleistet sein.

Wenn Menschen erst in einer Rehabilitationsmaßnahme Erkenntnisse aus der Stressforschung verinnerlichen müssen, ist es zu spät. Grundlegende Wirkungsweisen sind seit Langem belegt, insbesondere bei andauerndem Stress, der sich bereits in frühen Jahren auswirken kann, etwa durch Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen. Dessen ist man sich jedoch nicht immer unmittelbar bewusst.

Dass diese Symptome Indikatoren für eine nicht vorhandene Resilienz gegenüber den Auswirkungen von Stress sein können, muss man wissen.

Werden etwa im Sportunterricht Selbsttests zur Stressgefährdung thematisiert und Entspannungsübungen unterrichtet, rückt dieser Aspekt von Fitness stärker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wird es emotionaler, da dieser Aspekt neben der Körperlichkeit vor allem seelische und psychologische Dimensionen berührt.

Auf der Beziehungsebene des Unterrichts sind Sportlehrer:innen hier noch einmal deutlich stärker gefordert und müssen unter Umständen auch Expert:innen zurate ziehen, wenn dies geboten erscheint. Die Forderung nach einer Verstärkung von Fortbildungen in diesem Bereich drängt sich auf.

Dabei darf man vor allem nicht Gefahr laufen, dass der Sportunterricht zu „therapeutisch“ wird. Wie oben bereits erwähnt, geht es vielmehr darum, die Kompetenz zu erlangen, mindestens zu erkennen, ab wann eine Reaktion notwendig wird. Dazu gehören vor allem das Wissen um Ursachen und Auswirkungen sowie praktische Fähigkeiten, um Maßnahmen zu ergreifen.

Fazit

Es bleibt festzuhalten, dass bestimmte Elemente von Fitness in einem hohen Maße mit Theorie-Praxis-Verknüpfungen einhergehen. Moderne Unterrichtskonzepte im Sinne eines erziehenden reflexiven Sportunterrichts, die nicht nur auf die „Leistungserziehung“ setzen, sondern alle Aspekte des Kompetenzerwerbs berücksichtigen, beziehen diese mit ein.

Begreifen wir Fitness im Schulsport stärker als ein Konzept, das darauf vorbereitet, eine Lebensbewältigung in Wohlbefinden zu ermöglichen, und weniger als lediglich einen gewünschten „Endzustand“, wird der Blick auf die Akzentuierung des Unterrichts deutlich weiter.

Natürlich kann und soll ein auf gesundheitsorientierte Fitness ausgelegter Sportunterricht auch praktische und kompensatorische Konsequenzen haben. Fitnesstraining in der Schule ist machbar, hat Effekte und besitzt seine Berechtigung (vgl. Duwenbeck, 2021).

Aktuelle Fitnesstrends im Sportunterricht zu thematisieren, kann zudem spannend und wirkungsvoll sein. Es kann dazu führen, dass Schüler:innen kompetent Werturteile und Entscheidungen fällen können.

Mit Fitness verbundene Techniken und technische Hilfsmittel zu kennen und sie bewältigen zu lernen, kann auf dem Weg zu einem gesünderen Leben hilfreich sein, etwa um die motorische Fitness zu quantifizieren, beispielsweise über motorische Testverfahren.

Dabei können auch technische Gadgets wie smarte Uhren, Handys oder Tracker genutzt werden. Sie können Schüler:innen unterstützen, sollten aber auch im Hinblick auf sensible Daten kritisch reflektiert werden.

Und: Sich mit Körperbildern und von außen gesetzten Normen und Erwartungen auseinanderzusetzen sowie „Muster des Verhaltens“ (Beckers, 2007, S. 32 ff.) zu erkennen und gegebenenfalls zu verändern, ist vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben, die der Sportunterricht leisten muss.

Eine „moderne Fitnesspädagogik“ kann das gut einlösen. In dieser Summe ist das „Konzept Fitness“ sehr viel mehr als ein rein leistungsoptimierendes Training. Es gilt mit Beckers mehr denn je, das Wollen, Können und Sollen in Einklang zu bringen und auch die Möglichkeit zu eröffnen, manchmal „Nein“ sagen zu dürfen (Beckers, 2007, S. 28 ff.).

Literatur

  • Baschta, M. (2015). Fitnesstraining in der Sekundarstufe II. Sportunterricht 64 (8), S. 11.
  • Balz, E. & Kuhlmann, D. (2003). Sportpädagogik – ein Lehrbuch in 14 Lektionen. Meyer & Meyer.
  • Beckers, E. (1988). Körperfassaden und Fitness-Ideologie. Wiederkehr des Körpers in der Fitness-Bewegung? In: Schulz, N. & Allmer, H. (Hrsg.). Fitness-Studios. Anspruch und Wirklichkeit. Academia Verlag, S. 153–175.
  • Beckers, E. (2007). Pädagogischer Orientierungsrahmen zur Sicherheits- und Gesundheitsförderung im Schulsport NRW. Online unter: https://www.schulsport-nrw.de/fileadmin/user_upload/schulsportpraxis_und_fortbildung/dokumente/POR_Schulsportportal_070919.pdf, abgerufen am 16.10.2023.
  • Boekh-Behrens, W.-U. & Buskies, W. (2000). Fitness-Krafttraining. rororo.
  • Brehm, W., Kuhn, P., Lutter, K. & Wabel, W. (Red.) (1997). Leistung im Sport – Fitness im Leben. Beiträge zum 13. Sportwissenschaftlichen Hochschultag der DVS vom 22.–24.9.1997 in Bayreuth. Czwalina.
  • Brodtmann, D. (1997). Fitness erhalten und fördern – ein vorrangiger Auftrag des Schulsports? In Brehm et al. (Hrsg.) (1997), S. 169.
  • Duwenbeck, R. & Deddens, E. (2013). Das Fitnessstudio in der Turnhalle. Verlag an der Ruhr.
  • Duwenbeck, R., Deddens, E. & Augustin, J. (2020). Fitness & Motorik kompetenzorientiert unterrichten – Grundlagen zur Planung und Umsetzung – Diagnosetests – komplette Unterrichtsvorhaben. Auer.
  • Duwenbeck, R. (2021). Mehr als eine Crossfitbox. sportpädagogik (4) 2, S. 40–44.
  • Duwenbeck, R. (2023) Fitness ist mehr. Die schwierige Suche nach einer Fitnesspädagogik für den Sportunterricht Basisbeitrag – sportpädagogik (6) Friedrichverlag
  • Günther, A. (2004). Fitnesstraining im Sportunterricht. Sportunterricht, 53 (2004) 11, S. 337–340.
  • Kurz, D. (1992). Sportpädagogik als Teildisziplin oder integrativer Kern der Sportwissenschaft. Sportwissenschaft 22(2), S. 145–154.
  • Mittmannsgruber, P. (2005). Einführung in die Bewegungs- und Sportpädagogik. Akademieverbund Pädagogische Hochschule in Krems, S. 5 ff.
  • Nachtigäller, T. & Pollmann, D. (2019). Sportunterricht, Schorndorf, 68 (2019), Heft 5, S. 194 ff.
  • Pargätzi, J. & Schiemann, S. (2018). Training im Sportunterricht. sportpädagogik (42) 6, S. 2–7.
  • Reuter, K. & Buskies, W. (2003). Sanftes Krafttraining im Schulsport. Sportunterricht, 12/2003, S. 372 ff.
  • Schmidtbleicher, D. (1997). Fitnesstraining – Zielkonflikt zwischen Effektivität und Motivation. In Brehm et al. (Hrsg.) (1997), S. 26 ff.
  • Schwier, J. (1997). Zwischen Selbsterfahrung und Konsumorientierung – Körper und Fitness aus sportpädagogischer Sicht. In Brehm et al. (Hrsg.) (1997), S. 167 ff.
  • Siewers, M. (2001). Muskeltraining im Kinder- und Jugendalter. Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt, S. 55–60.
  • Thienes, G. (2008). Trainingswissenschaft und Sportunterricht. Westarp BookOnDemand, S. 297 ff.
  • Thienes, G. & Austermann, L. (2006). Krafttraining in der SEK I: Sanftes Einsatztraining als methodische Alternative? Sportunterricht, 55 (11), S. 324–328.
  • Umbach, C. & Fach, H.-H. (1990). Muskeltraining in der Schule. Sportunterricht 9/1990, S. 52.
  • Zieschang & Brehm (1997). Vorwort. In Brehm et al. (1997), S. 17.

Ralf Duwenbeck ist seit 28 Jahren Lehrer am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Dortmund.

Avatar-Foto

RD

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert