CrossFit im Sportunterricht: Wenn aus Training noch kein Unterricht wird

Crossover-Fitnesstraining wird gern als neue und innovative Trendsportart vorgestellt. Es verbinde Turnen, Rudern, Gewichtheben, Leichtathletik und Calisthenics, trainiere den ganzen Körper und bilde alltägliche Bewegungsmuster ab. Das klingt modern, vielseitig und zunächst ziemlich überzeugend - und damit dann auch als Inhalt für einen "modernen" Sportunterricht attraktiv, nur: Für den Sportunterricht ist damit fast nichts geklärt.

Dass unterschiedliche Übungen miteinander kombiniert werden, ist weder neu noch automatisch pädagogisch wertvoll. Zirkeltraining, allgemeines Athletiktraining und konditionelle Mischformen gab es lange vor dem aktuellen Crossover-Trend. Neu sind häufig vor allem die Verpackung, die englischen Begriffe und die Inszenierung: Workout of the Day, AMRAP, Challenge, Timer, Musik, maximale Wiederholungszahlen. Daraus entsteht noch kein Unterricht. Es entsteht zunächst ein Trainingsformat.

Genau an dieser Stelle muss die Diskussion beginnen. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Crossover-Fitness anstrengend, motivierend oder lebensweltnah wirkt. Die Frage lautet: Was lernen Schülerinnen und Schüler daran, was sie nicht ebenso gut oder besser an einem anderen Gegenstand lernen könnten oder besser, wo liegt der echte Vorteil (oder Nachteil) wenn das mit CrossFitt transportiert wird? Und lernen sie tatsächlich etwas über Training, Gesundheit und den eigenen Körper – oder führen sie lediglich das Programm einer Lehrkraft, einer App oder eines YouTube-Videos aus – imitieren sie also lediglich ein (kommerzielles) Trainingsprogramm.

Der Fitnessbegriff ist größer als ein Workout

Im schulischen Zusammenhang wird Fitness häufig auf Ausdauer, Kraft und eine möglichst sportliche Körperform verkürzt. Das ist bequem, weil sich Wiederholungen zählen, Zeiten stoppen und Leistungen vergleichen lassen. Es ist aber ein enger Fitnessbegriff.

Gesundheitsorientierte Fitness umfasst mehr als motorische Leistungsfähigkeit. Natürlich spielen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination eine Rolle. Hinzu kommen jedoch Regeneration, Schlaf, das Verhältnis von Belastung und Erholung, Ernährung, Stress, soziale Beziehungen und der Umgang mit schädigenden Einflüssen. Wer Fitness im Sportunterricht behandelt, müsste zumindest sichtbar machen, dass ein harter Zirkel nur einen kleinen Ausschnitt dieses Feldes berührt.

Gerade deshalb ist die Behauptung problematisch, ein intensives Ganzkörpertraining sei schon deshalb besonders geeignet, weil es den ganzen Menschen fordere. Es fordert zunächst einmal viele Muskelgruppen und mehrere motorische Fähigkeiten. Der ganze Mensch ist damit noch lange nicht gemeint.

Auch das oft verwendete Argument der „alltäglichen Bewegungsmuster“ trägt nicht weit. Heben, Tragen, Aufstehen, Ziehen oder Stabilisieren haben einen erkennbaren Alltagsbezug. Burpees auf Zeit, Kipping Pull-ups** oder komplexe Hebebewegungen unter Ermüdung imitieren dagegen nicht den Alltag. Sie sind sportlich konstruierte Übungen. Das ist nicht grundsätzlich schlecht. Man sollte es nur nicht mit einem scheinbar natürlichen Gesundheitsversprechen bemänteln.

Training darf in der Schule stattfinden

Die Kritik an Crossover-Fitness ist kein Plädoyer gegen Training im Sportunterricht. Das wäre fachlich kaum haltbar. Auch unter den unsteten Bedingungen von Schule lassen sich motorische Fähigkeiten verbessern. Bei Anfängerinnen und Anfängern können bereits geringe Umfänge und moderate Intensitäten erkennbare Wirkungen erzielen.

Eine Lehrkraft kann deshalb durchaus feststellen, dass einer Lerngruppe beispielsweise Stützkraft, Rumpfstabilität oder grundlegende Bewegungskontrolle fehlen, und daran über mehrere Stunden gezielt arbeiten. Ein wiederkehrender Stützkraftzirkel kann sinnvoll sein. Ausdauertraining kann sinnvoll sein. Krafttraining kann sinnvoll sein.

Der Punkt liegt woanders: Sportunterricht darf nicht bei der Durchführung stehen bleiben. Sein Auftrag ist nicht erfüllt, wenn die Klasse geschwitzt hat und der Timer am Ende null zeigt. Schülerinnen und Schüler sollen verstehen, was sie tun, warum sie es tun und wie sie Belastungen selbstständig verändern können. Es geht darum, das Trainieren zu lernen – zugespitzt: das Training zu trainieren.

Dazu gehört, eine Übung technisch zu verstehen, ihre Belastungswirkung einschätzen zu können und zwischen sinnvoller Beanspruchung und bloßer Überforderung zu unterscheiden. Lernende sollten wissen, warum sie eine Wiederholungszahl verändern, weshalb eine Pause länger oder kürzer gewählt wird und an welchem Punkt die Bewegungsausführung so deutlich nachlässt, dass eine Fortsetzung keinen Sinn mehr ergibt.

Die Sportlehrkraft ist eben nicht nur Trainerin oder Trainer. Sie unterscheidet sich gerade dadurch von einer Fitness-App, einem Online-Workout oder einer CrossFit-Box, dass sie nicht einfach ein Programm ausgibt. Sie erschließt den Gegenstand, macht Entscheidungen nachvollziehbar und eröffnet Reflexion. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Unterricht, der Training verständlich macht, und einem Training, das zufällig in einer Schulturnhalle stattfindet.

Eine Schulklasse ist keine Trainingsgruppe

Crossover-Programme arbeiten häufig mit einem gemeinsamen Ablauf: gleiche Zeit, gleiche Stationen, gleiche Aufgabe. Die Übungen lassen sich zwar skalieren, doch in der schulischen Praxis bleibt diese Individualisierung oft oberflächlich. Eine Klasse mit 25 oder 30 Lernenden ist keine Gruppe freiwillig trainierender Erwachsener mit ähnlichen Interessen.

Die Voraussetzungen unterscheiden sich erheblich. Einige Jugendliche trainieren bereits regelmäßig und beherrschen anspruchsvolle Übungen. Andere haben kaum Erfahrungen mit Krafttraining. Manche wollen leistungsfähiger werden, andere abnehmen, beweglicher werden oder Beschwerden vermeiden. Einige wollen überhaupt nichts optimieren und sind mit ihrem Körper zufrieden. Auch das ist legitim.

Ein einheitliches WOD („Workout of the day“) überdeckt diese Unterschiede leicht. Besonders deutlich wird das bei Übungen, deren technische Anforderungen unter Ermüdung steigen. Wer eine Bewegung in Ruhe noch nicht stabil beherrscht (und das ist bei der überwiegenden Anzahl der Schülerinnen und Schüler in der Regel der Fall), wird sie unter Zeitdruck nicht plötzlich besser ausführen. Meist geschieht das Gegenteil: Bewegungswege werden kürzer, Gelenkstellungen ungenauer, der Rumpf verliert Spannung. Trotzdem läuft die Uhr weiter.

Genau hier kippt ein scheinbar motivierendes Format. Die vorgegebene Zahl, der Vergleich mit anderen oder die Aufforderung „Noch mehr!“ belohnen Quantität. Die fachlich richtige Entscheidung wäre möglicherweise, nach acht sauberen Wiederholungen aufzuhören. Das System belohnt jedoch die zwölfte und dreizehnte Wiederholung – auch dann, wenn die Bewegung längst nicht mehr kontrolliert ist.

AMRAP ist kein neutrales Organisationsprinzip

„As many repetitions as possible“ klingt zunächst nur nach einer klaren Aufgabe. Tatsächlich enthält AMRAP bereits eine Wertung: Mehr ist besser. Für erfahrene Sportlerinnen und Sportler kann ein solches Verfahren in einem passenden Trainingszusammenhang sinnvoll sein. Für Anfänger ist es heikel, besonders bei komplexen Übungen.

Die Lernenden müssen gleichzeitig ihre Technik kontrollieren, Ermüdung wahrnehmen, das Tempo steuern und eine Abbruchentscheidung treffen. Dazu kommen Musik, Gruppendruck, Vergleich und die sichtbare Restzeit. Viele Erwachsene schaffen es nicht zuverlässig, unter solchen Bedingungen vernünftig zu dosieren. Von Schülerinnen und Schülern wird es trotzdem häufig einfach erwartet.

Ein gutes Unterrichtsvorhaben müsste genau diese Wirkungen zum Thema machen. Was verändert der Zeitdruck? Wann wurde die Bewegung unsauber? Wer hat weitergemacht, obwohl die Ausführung erkennbar schlechter wurde? War der Vergleich der Wiederholungszahlen überhaupt sinnvoll? Welche Übung konnte individuell angepasst werden, welche nicht?

Dann würde AMRAP nicht unkritisch übernommen, sondern untersucht. Im ursprünglichen Beitrag wird genau diese Unterscheidung zwischen reflektierter Erprobung und bloßer Trainingskopie vorgenommen: Zeitdruck, Bewegungsqualität, Überforderung und die individuelle Übungsauswahl müssen Gegenstand der Auswertung werden.

Das ist ein wesentlicher Unterschied. Ein Trainingsprinzip wird nicht dadurch schulgeeignet, dass die Lehrkraft es in einer Turnhalle durchführt. Es wird erst dann zu einem tragfähigen Gegenstand, wenn die Lernenden seine Wirkung erfahren, beurteilen und begründet verändern können.

Der Burpee zeigt das Problem ziemlich gut

Der „Burpee“ gilt häufig als einfache Ganzkörperübung. Einfach ist an ihm wenig. Aus dem Stand oder der Hocke geht es in den Stütz, häufig folgt ein Liegestütz, anschließend werden die Füße wieder nach vorn gebracht und die Bewegung endet in einem Strecksprung. Mehrere technisch anspruchsvolle Teilbewegungen werden miteinander verbunden.

Dafür braucht es Stützkraft, Rumpfstabilität, Beweglichkeit, eine kontrollierte Landung und die Fähigkeit, die Wirbelsäule auch bei zunehmender Ermüdung zu stabilisieren. Viele Lernende bringen diese Voraussetzungen nicht mit. Bei jeder Wiederholung kann die Qualität sinken. Wer dann möglichst viele Wiederholungen in einer festgelegten Zeit absolvieren soll, arbeitet genau gegen das Prinzip einer gesundfunktionalen Belastung.

Das Problem ist nicht der Burpee an sich. Er kann zerlegt, vereinfacht, untersucht und schrittweise erlernt werden. Problematisch ist seine Verwendung als scheinbar selbsterklärende Standardübung in einem schnellen Zirkel. Komplexität wird dabei mit Dynamik verwechselt und Dynamik mit Qualität.

Kinder- und Jugendtraining ist kein verkleinertes Erwachsenentraining. Dieser Satz klingt selbstverständlich, wird aber im Fitnessunterricht erstaunlich oft ignoriert. Eine Übung wird nicht schulgerecht, indem man weniger Gewicht verwendet oder das Intervall von 60 auf 40 Sekunden verkürzt. Entscheidend ist, ob die Bewegungsvoraussetzungen vorhanden sind, ob technische Kriterien verstanden werden und ob eine individuelle Steuerung tatsächlich möglich ist.

Zwei äußerlich ähnliche, aber völlig verschiedene Stunden

Man kann sich zwei Unterrichtsstunden vorstellen, die auf den ersten Blick fast gleich aussehen. In beiden stehen Stationen in der Halle, ein Timer läuft und die Schülerinnen und Schüler führen Fitnessübungen aus.

Im ersten Szenario wurden die Übungen zuvor kleinschrittig erschlossen. Die Lernenden kennen Qualitätsmerkmale, haben Varianten erprobt und können eine für sie passende Belastung wählen. Sie wissen, wann eine Übung abzubrechen ist. Das WOD dient am Ende dazu, ein Trainingsprinzip zu erfahren. Anschließend werden die Auswirkungen von Zeitdruck, Ermüdung und Vergleich ausgewertet. Eine solche Phase kann sportpädagogisch sinnvoll sein.

Im zweiten Szenario zeigt die Lehrkraft die Übungen kurz, verteilt Stationskarten und startet Musik und Timer. Die Klasse imitiert Bewegungen und sammelt Wiederholungen. Technikkorrekturen sind bei mehreren gleichzeitig arbeitenden Gruppen kaum möglich. Die Starken kommen auf hohe Zahlen, einige Schwächere verkürzen unbemerkt die Bewegungswege, andere steigen aus. Am Ende heißt es, alle hätten intensiv trainiert.

Das zweite Szenario ist kein überzeugender Sportunterricht. Es ist die Kopie eines Trainings. Dass es anstrengend war, ändert daran nichts. Wird ein Fitnessprogramm nur durchgeführt, ohne dass die angewendeten Übungen und Trainingsprinzipien vorher verstanden wurden, fehlt die Grundlage für eine fachlich gehaltvolle Reflexion.

Qualität vor Quantität – nicht nur als Floskel

Gesundheitsorientiertes Fitnesstraining in der Schule braucht klare Grenzen! Übungen müssen an die Fähigkeiten der Lernenden angepasst sein. Belastungen sollten überwiegend im sanften bis mittleren Bereich liegen. Maximalbelastungen sind zu vermeiden. Langsame und kontrollierte Ausführungen haben besonders beim Erlernen Vorrang vor Tempo und Wiederholungszahl.

Qualität vor Quantität“ darf dabei nicht nur auf einer Stationskarte stehen. Es muss die Aufgabe bestimmen! Wer für jede Wiederholung einen Punkt bekommt, aber für eine technisch saubere Ausführung keinen Unterschied erkennt, hat die falsche Logik eingebaut.

Sinnvoller wäre es beispielsweise, Bewegungsqualität über wenige Wiederholungen zu beobachten, Belastungsvarianten zu vergleichen oder anhand eines Videos (vgl. hierzu die Hinweise zum Einsatz von Videos im Sportunterricht in diesem Artikel!) zu untersuchen, wann eine Übung unter Ermüdung sichtbar instabil wird. Schülerinnen und Schüler können lernen, geeignete Abbruchkriterien festzulegen, Pausen zu planen und Übungen so zu verändern, dass ein persönliches Trainingsziel erreichbar bleibt.

Dann entsteht Handlungsfähigkeit. Lernende übernehmen nicht einfach ein fertiges Programm, sondern können Fitnessangebote prüfen. Sie erkennen, ob ein Workout zu ihren Voraussetzungen passt, ob ein Trainingsversprechen plausibel ist und ob eine App gerade sinnvolle Belastungssteuerung oder nur mehr Aktivität verlangt.

Was ein tragfähiges Unterrichtsvorhaben daraus machen könnte

Ein sinnvolles Unterrichtsvorhaben müsste nicht mit einem fertigen WOD beginnen, sondern mit wenigen ausgewählten Grundübungen. Kniebeuge, Stütz, Zugbewegung oder Rumpfstabilisation reichen zunächst völlig aus. Die Lernenden erarbeiten technische Merkmale, beobachten sich gegenseitig und verändern die Übungen so, dass eine kontrollierte Ausführung möglich bleibt.

Erst danach kämen Belastungsparameter hinzu: Wiederholungszahl, Arbeitszeit, Pause, Bewegungstempo und Schwierigkeitsgrad. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler nicht bloß verschiedene Varianten ausprobieren, sondern Entscheidungen begründen. Warum sind für eine Person zehn Wiederholungen sinnvoll, für eine andere aber fünf? Wann ist eine leichtere Variante nicht „schlechter“, sondern die fachlich richtige Wahl? Was sagt das subjektive Belastungsempfinden aus, und wo reicht es nicht aus? Hinweise und Anregungen zum Krafttraining im Sportunterricht gibt es hier im Fitnessweb –>.

Ein kurzes Crossover-Workout könnte anschließend als Belastungsprobe dienen. Nicht als Höhepunkt nach dem Motto „Jetzt geben alle noch einmal alles“, sondern als Material für die Auswertung. Die Klasse könnte Wiederholungen zählen, gleichzeitig aber die technische Qualität beobachten. Vielleicht zeigt sich, dass eine höhere Zahl mit kürzeren Bewegungswegen erkauft wurde. Vielleicht bricht bei einer Übung die Rumpfspannung früher ein als erwartet. Genau solche Beobachtungen sind unterrichtlich ergiebig.

Am Ende stünde kein Sieger des Workouts, sondern ein individuell begründeter Trainingsplan. Das wäre weniger spektakulär als eine Halle voller Timer, Musik und hochroter Gesichter. Es wäre aber näher an dem, was Sportunterricht leisten soll.

CrossFit kann ein Gegenstand sein – aber nicht die Begründung

Crossover-Fitness muss und darf deshalb nicht aus dem Sportunterricht verschwinden. Als lebensweltlich präsentes Fitnessphänomen ist sie sicherlich sogar interessant und attraktiv. Sie bietet Anlässe, über Körperbilder, Leistungssteigerung, Trainingsprinzipien, Wettbewerb, Selbstoptimierung und die Vermarktung von Fitness nachzudenken.

Aber der Trend legitimiert sich nicht selbst. „Neu“, „innovativ“, „ganzkörperlich“ und „intensiv“ sind keine didaktischen Argumente. Auch die Mischung mehrerer Sportarten liefert noch keinen Bildungsgehalt.

CrossFit oder Crossover-Fitness kann im Unterricht ein Vehikel sein, um Training zu verstehen. Es darf nicht zum Selbstzweck werden. Der Ausgangspunkt ist nicht das Workout, das irgendwie in eine Unterrichtsreihe eingebaut werden soll. Ausgangspunkt sind die Fragen, die Schülerinnen und Schüler beantworten können sollen:

Wie steuere ich Belastung? Woran erkenne ich Bewegungsqualität? Welche Voraussetzungen braucht eine Übung? Wann ist Anstrengung sinnvoll, wann wird sie riskant? Wie unterscheidet sich ein gutes persönliches Training von einem spektakulären, aber unpassenden Programm?

Erst wenn diese Fragen den Unterricht bestimmen, bekommt das Crossover-Training seinen Platz. Vorher ist es nur eine schicke Organisationsform mit englischen Begriffen. Und davon wird Unterricht nicht besser.

Eine unreflektierte Übernahme fertiger Fitnessprogramme reduziert die Lehrkraft auf eine Trainerrolle und verfehlt den Anspruch eines gesundheitsorientierten, verständigen Sportunterrichts. Genau darin liegt die zentrale Ambivalenz: Fitness ist ein legitimer und wichtiger Unterrichtsgegenstand. Die bloße Kopie eines Workouts ist es nicht.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Duwenbeck, R. (2021): Mehr als eine CrossFit-Box. In: sportpädagogik, Heft 2/2021, S. 40–44. Friedrich Verlag.
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    Der Beitrag ist die unmittelbare Grundlage des Artikels oben.
  2. Duwenbeck, R.; Deddens, E.; Augustin, J. (2020): Fitness & Motorik kompetenzorientiert unterrichten. Grundlagen zur Planung und Umsetzung – Diagnosetests – komplette Unterrichtsvorhaben. Auer Verlag, Donauwörth.
    Bibliografischer Nachweis bei Sportbox/IAT
  3. Baschta, M.; Thienes, G. (2010): Training im Schulsport nach dem subjektiven Belastungsempfinden. In: Sportunterricht, 59(10), S. 290–295.
    Literaturnachweis und Volltextzugang im Fachportal Pädagogik
  4. Reuter, K.; Buskies, W. (2003): Sanftes Krafttraining im Schulsport. In: Sportunterricht, 52(12), S. 372–376.
    Literaturnachweis im Fachportal Pädagogik
  5. Thienes, G.; Austermann, L. (2006): Krafttraining in der Sekundarstufe I: Sanftes Einsatztraining als methodische Alternative? In: Sportunterricht, 55(11), S. 324–328.
    Literaturnachweis im Fachportal Pädagogik
  6. Günther, A. (2004): Fitnesstraining im Sportunterricht. Ziele, Inhalte, Methoden und Ergebnisse. Verlag Dr. Kovač, Hamburg. ISBN 978-3-8300-1302-0.
    Verlagsseite mit vollständigen bibliografischen Angaben
  7. Thienes, G. (2008): Trainingswissenschaft und Sportunterricht. Pro Business, Berlin. ISBN 978-3-86805-221-3.
    Nachweis in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  8. Starker, A.; Lampert, T.; Worth, A.; Oberger, J.; Kahl, H.; Bös, K. (2007): Motorische Leistungsfähigkeit – Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS). In: Bundesgesundheitsblatt, 50, S. 775–783. DOI: 10.1007/s00103-007-0240-8.
    Publikation im Repositorium des Robert Koch-Instituts
  9. Stemper, T.; Bachmann, C.; Diehlmann, K.; Kemper, B. (2020): DüMo – Düsseldorfer Modell der Bewegungs-, Sport- und Talentförderung 2003–2018. Konzept, Normwerte, Untersuchungsergebnisse. LIT Verlag, Berlin. ISBN 978-3-643-14778-3.
    Offizielle Publikationsseite der Landeshauptstadt Düsseldorf

** dynamische Variante der Klimmzüge, bei der Schwung und Hüftantrieb (der „Kip“) eingesetzt werden, um den Körper nach oben zu bringen

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