Belastungsempfinden
Kann man die Belastung nach Gefühl steuern — so wie nach Puls? Wir prüfen es: drei Läufe, drei Stufen, ein Vergleich.
Sieben Schritte, unterbrechbar. Was du misst, bleibt auf diesem Gerät und ist beim Schließen der Seite weg.
Am Monitor · Lehrkraft
Die Lehrkraft zeigt den Ablauf und eine Beispielklasse am Monitor, bevor die Klasse selbst loslegt. Mit „Schritte" oben im Kopf springst du direkt zu jedem Schritt.
Allein der Ablauf der Läufe dauert 19 Minuten — dreimal 3 Minuten Laufen und zweimal 5 Minuten Pause. Dazu kommen Wiederholung, Skala, Tabelle und Fazit. Mit einer ganzen Klasse ist das eine Doppelstunde. Das Einsammeln mit dem Lehrertool braucht nur wenige Minuten.
Führt das eigene Belastungsempfinden zu den richtigen Pulsbereichen?
Wenn mehrere Personen in derselben selbst eingeschätzten Stufe laufen — liegen ihre Pulswerte dann in einem gemeinsamen Bereich? Und heben sich die drei Stufen voneinander ab? Interessant ist nicht, ob alle denselben Puls haben, sondern ob die Stufen als Bereiche erkennbar werden.
Wiederholung
Warum schlägt das Herz schneller? Erst aus dem Kopf, dann aufdecken
Die Skala und die drei Stufen
Gemeinsam an der Tafel: D&D-Skala, dann leicht · mittel · schwer — so wird gelaufen
Die Frage und der Weg
Alle zusammen oder einzeln — einzeln fragt die App: Schülerin, Schüler oder Lehrkraft?
Vorbelastungspuls
Im Stehen nach leichter Bewegung — nicht der Ruhepuls. Lehrkraft beim Einzelweg: QR-Code und Gesamtuhr
Drei Läufe
Leicht, mittel, schwer — dazwischen je fünf Minuten Pause. Lehrkraft beim Einzelweg: danach Werte einsammeln
Auswertung
Punktwolke, Mittelwerte, Abstände zwischen den Stufen — auch als Großansicht
Fazit
Auswertungsfragen an der Grafik der Klasse: Taugt das Gefühl zur Steuerung?
Der dritte Lauf ist bewusst hart. Gelaufen wird auf Stufe 5 — „es war zu anstrengend", das Tempo lässt sich eine Zeitlang halten, aber nicht mühelos bis zum Schluss. Genau diese Erfahrung soll der Lauf machen lassen: Ohne eine deutlich harte Belastung liegen die drei Pulswolken zu dicht beieinander, und das Experiment zeigt nichts.
Stufe 6 steht der Vollständigkeit halber daneben — sie beschreibt, was oberhalb liegt: ein Tempo, das gar nicht erst zu erreichen wäre. Als Aufgabe ist sie nicht gemeint.
Wer den Lauf nicht zu Ende bringt, hat kein schlechtes Ergebnis, sondern einen Messwert: Diese Stufe war für heute zu hoch. Der Wert bis zum Abbruch zählt genauso.
Jede Uhr läuft im Vollbild, mit Signalton und Restbalken. Escape beendet.
Schritt 1 von 7 · Wiederholen
Bevor wir prüfen, ob das Gefühl zum Puls passt: Was wisst ihr schon über den Puls? Zwei Fragen aus Modul 1 — erst aus dem Kopf beantworten, dann aufdecken.
Schritt 2 von 7 · Gemeinsam an der Tafel
Gleich lauft ihr nach Gefühl, nicht nach der Uhr am Handgelenk. Damit alle dasselbe meinen, schauen wir uns die D&D-Skala noch einmal an: sechs Stufen, beschrieben über Atmung, Sprechen und Tempo.
Für das Experiment werden je zwei Stufen der Skala zu einem Lauf zusammengefasst. Jeder Lauf dauert drei Minuten, dazwischen sind fünf Minuten Pause.
Lauf 1 · 3 Minuten
„Anstrengung war kaum vorhanden" bzw. „Anstrengung war vorhanden"
Lauf 2 · 3 Minuten
„Es war anstrengend" bzw. „Es war sehr anstrengend"
Lauf 3 · 3 Minuten
„Es war zu anstrengend" — gelaufen wird auf Stufe 5
Direkt nach jedem Lauf: 15 Sekunden lang den Puls zählen. Wer am eigenen Gerät läuft, trägt die gezählte Zahl ein — die App rechnet mal 4, wie in Modul 1.
Der dritte Lauf ist bewusst hart. Gelaufen wird auf Stufe 5 — „es war zu anstrengend", das Tempo lässt sich eine Zeitlang halten, aber nicht mühelos bis zum Schluss. Ohne eine deutlich harte Belastung liegen die drei Pulswolken zu dicht beieinander, und das Experiment zeigt nichts.
Stufe 6 steht der Vollständigkeit halber daneben — sie beschreibt, was oberhalb liegt: ein Tempo, das gar nicht erst zu erreichen wäre. Als Aufgabe ist sie nicht gemeint.
Wer den Lauf nicht zu Ende bringt, hat kein schlechtes Ergebnis, sondern einen Messwert: Diese Stufe war für heute zu hoch. Der Wert bis zum Abbruch zählt genauso.
Schritt 3 von 7 · Entscheiden
Führt das eigene Belastungsempfinden zu den richtigen Pulsbereichen?
Wenn mehrere Personen in derselben selbst eingeschätzten Stufe laufen — liegen ihre Pulswerte dann in einem gemeinsamen Bereich? Und heben sich die drei Stufen voneinander ab? Interessant ist nicht, ob alle denselben Puls haben, sondern ob die Stufen als Bereiche erkennbar werden.
Zum Starten auf dem eigenen Gerät
Schülerinnen und Schüler scannen den Code. Weg 2 öffnet sich direkt, ohne Umweg über die Startseite.
Weg 1 und das Einsammeln enden in derselben Auswertung — der Punktwolke der ganzen Klasse.
Schritt 4 von 7 · Messen
Dein Ablauf · allein am eigenen Gerät
Jeder Lauf dauert 3 Minuten. Den Puls misst du immer gleich: 15 Sekunden zählen und die gezählte Zahl eintragen — die App rechnet mal 4, wie in Modul 1.
Nicht der Ruhepuls. Gemessen wird im Stehen, nach dem Weg in die Halle und leichter Bewegung. Der Wert liegt regelmäßig höher als der Ruhepuls — das ist richtig so, er ist der Ausgangswert dieses Experiments.
15 Sekunden zählen und die Zahl eintragen.15 Sekunden zählen, mal 4 rechnen. Beim ersten Schlag mit „0" beginnen.
D&D Stufe 1-2 • < 140 bpm
Direkt nach dem Lauf: Puls messen. 15 Sekunden zählen und die Zahl eintragen.15 Sekunden zählen, mal 4. Die Uhr zählt mit und gibt am Ende einen Ton.
Nach dem Lauf sofort messen — jede Sekunde Verzögerung senkt den Wert. Der Reihe nach ansagen lassen und in die Spalte eintragen.
Zwischenschritt
Erholen für den nächsten Lauf. Danach geht es weiter mit Lauf 2: MITTEL.
Die Pause ist so lang gewählt, dass der Puls wieder in die Nähe des Ausgangswerts kommt. Erst dann ist der nächste Lauf mit dem vorigen vergleichbar.
Schritt 5 von 7 · Messen
Nach der Belastung erholt sich der Körper. Dreimal messen — nach einer, nach zwei und nach drei Minuten. Wie schnell der Puls fällt, ist ein Hinweis auf den Trainingszustand.
Bei 1, 2 und 3 Minuten jeweils messen. 15 Sekunden zählen und die Zahl eintragen — die App rechnet mal 4. Die Uhr zählt mit und gibt am Ende einen Ton.
× 4 = – Schläge pro Minute
× 4 = – Schläge pro Minute
× 4 = – Schläge pro Minute
Schritt 6 von 7 · Auswerten
Geschafft · jetzt zur Lehrkraft
Er enthält nur Zahlen — Alter, Vorbelastung und deine drei Läufe —, keinen Namen und nichts, woran man dich erkennt.
Bildschirm ruhig halten und die Helligkeit hochdrehen — dann liest die Kamera ihn am schnellsten.
Danach: Schau zur Tafel. Die Auswertungsfragen besprecht ihr gemeinsam — an der Grafik der ganzen Klasse. Deine eigene Kurve steht hier darunter.
Jeder Punkt ist ein Messwert. Die Frage an die Grafik: Bilden die drei Stufen Bänder, die sich voneinander abheben — oder liegt alles übereinander?
Streuung ist kein Fehler. Dass zwei Personen bei derselben Stufe verschiedene Pulswerte haben, ist der Normalfall — Ausgangspuls, Alter und Tagesform unterscheiden sich. Die Frage ist nicht, ob die Punkte streuen, sondern ob sich die drei Wolken trennen lassen.
Überlappung ist ein Ergebnis. Wenn leicht und mittel ineinanderlaufen, lohnt die Rückfrage: Waren die Läufe wirklich unterschiedlich schnell? Wurde sofort nach dem Lauf gemessen? Beides sind Messfehler, die man beim nächsten Mal abstellen kann — und genau das ist der Erkenntnisgewinn.
Die Prozentzahl ist kein Notenspiegel. Sie beschreibt nur, wie weit die drei Mittelwerte auseinanderliegen. Eine niedrige Zahl heißt nicht, dass die Klasse etwas falsch gemacht hat.
Vor dem Schließen speichern. Es wird nichts abgelegt — beim Neuladen der Seite sind alle Werte weg. Wer sie behalten will, nimmt den CSV-Knopf oder fotografiert die Grafik.
Schritt 4 von 7 · Lehrkraft
Für die Klasse · an die Tafel
Der Code öffnet den eigenen Ablauf direkt: Vorbelastungspuls, drei Läufe, Erholung. Am Ende zeigt jede Person ihren QR-Code.
Richtwert für alle, die gleich nach dem Scannen loslegen — wer später anfängt, ist entsprechend später dran. Ein Durchgang dauert rund 25 Minuten.
| ab 0 min | Vorbelastungspuls messen |
| ab 2 min | Lauf 1 · leicht, 3 Minuten |
| ab 5 min | Pause, 5 Minuten |
| ab 10 min | Lauf 2 · mittel, 3 Minuten |
| ab 13 min | Pause, 5 Minuten |
| ab 18 min | Lauf 3 · schwer, 3 Minuten |
| ab 21 min | Erholung messen: nach 1, 2 und 3 Minuten |
| ab 24 min | Eigene Kurve ansehen, QR-Code bereithalten |
Wenn alle fertig sind: Gesamtuhr stoppen → QR-Codes der Klasse einsammeln → Auswertung der Klasse an der Tafel → Auswertungsfragen.
Schritt 5 von 7 · Lehrertool
Wer Weg 2 (einzeln) gelaufen ist, zeigt am Ende seiner Auswertung einen QR-Code mit seinen Zahlen. Kamera öffnen und die Codes nacheinander scannen — jeder füllt die nächste freie Zeile der Tabelle unten. Er enthält keinen Namen.
Pro Person vier Pulswerte: Vorbelastung und nach leicht, mittel, schwer. Das Alter ist freiwillig — dann aber bei allen. Die Tabelle arbeitet mit Nummern, nicht mit Namen. Zugerufene Werte trägt man von Hand ein; mit der Tabulatortaste springt man von Feld zu Feld.
Schritt 7 von 7 · Auswertungsfragen
Schaut auf die Grafik der Klasse. Was zeigt sie?
Dann trägt das Gefühl in diesem Versuch. Wer „leicht", „mittel" oder „schwer" läuft, landet in erkennbar verschiedenen Pulsbereichen. Das Gefühl taugt als grobe Steuergröße: Man kann sich beim Trainieren daran orientieren — auch ohne Uhr am Handgelenk.
Dann gilt das nur zum Teil. Hohe und niedrige Belastung lassen sich nach Gefühl unterscheiden, benachbarte Stufen verschwimmen. Für grobe Steuerung reicht das; wer genau in einem Bereich bleiben will, braucht zusätzlich den Puls.
Dann hat das Gefühl hier nicht getragen. Prüft zuerst: Waren die Läufe wirklich verschieden schnell? Wurde sofort nach dem Lauf gemessen? Wenn ja, ist das selbst ein Ergebnis: Das Gefühl allein reicht nicht zur Steuerung — dafür gibt es den Puls.
Das Gefühl ist ein brauchbares, aber grobes Messgerät. Der Puls ergänzt es dort, wo es genauer sein muss.
Im nächsten Modul steuern wir etwas anderes: die Pause. Wie lange sollte sie dauern — und woran merkt man, dass man wieder bereit ist?
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die Messwerte weg — vorher als CSV sichern.
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