Bewertungstabellen für den Schulsport an einem Ort (nicht amtlich). Der Atlas sammelt Tabellen aus Schule, Wissenschaft und amtlichen Vorgaben nebeneinander, macht ihre Unterschiede sichtbar und rechnet Ihre Messwerte hinein – als Noten, Notenpunkte, Leistungsstufen oder Prozentränge.
Im Mittelpunkt steht die Normwertatlas-Konsenstabelle. Sie ist gerechnet, nicht gesetzt: Jeder Wert ist der Median der geprüften Länderquellen, die für genau diese Klassenstufe, dieses Geschlecht, diese Note und dieses Gerät einen Wert ausweisen – eine Stimme je Bundesland, mindestens zwei Stimmen. Hinter jedem Wert steht, aus welchen Tabellen er kommt und wie weit sie auseinanderliegen.
Umgerechnet wird nichts: Anforderungsstufen wie „2+“, Abiturpunkte und Mehrkampfpunkte bleiben in ihrer eigenen Skala und gehen nicht in den Median ein. Was nur eine einzige Quelle hat, wird nicht zum Konsens erklärt, sondern bleibt als Einzeltabelle sichtbar.
Eine Tabelle misst eine einzelne Leistung an einer Norm und versucht sie zu qualifizieren. Die finale Zensur liegt in der pädagogischen Entscheidung der Lehrkraft und kann mehr enthalten als nur die Note aus den hier gelieferten Tabellen – vgl. Was diese Tabellen nicht leisten.
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In Vorbereitung: kindgerechte und inklusive Formen mit Übungsbeschreibung und Bewertung.
Die Tabellen stammen aus amtlichen Vorgaben, aus der Fachliteratur, aus Schulen oder aus den Anwendungen von sportunterricht.eu. Was in der Spalte „Art“ steht, sagt, woher eine Tabelle kommt und wie verbindlich sie ist.
| Tabelle | Art | Inhalt | Hinweis |
|---|
Eine Notentabelle ist eine Setzung: Jemand legt fest, welche Leistung in welcher Klasse für welche Note reicht. Schulrecht ist Ländersache, darum gibt es keine bundesweit verbindliche Tabelle, sondern Hunderte Fassungen – und sie liegen weit auseinander. Eine Zeit, die in einem Land noch eine 1 ist, kann im Nachbarland eine 3 sein.
Jeder Wert lässt sich nachrechnen: Rohwerte, Quellenliste und Prüfprotokoll liegen offen, die Tabelle entsteht aus einem Skript, nicht aus Handarbeit.
Rechner im Netz nehmen Tabellen einzelner Länder und geben eine Note aus. Der Atlas legt offen, was dahinter steht: Zu jedem Wert stehen die Quellen, ihr Erscheinungsjahr, ihre Verbindlichkeit – amtlich verbindlich, amtlich empfohlen oder aus einer Schule – und der Prüfstand: am Originaldokument geprüft oder nur abgeschrieben. Daneben steht immer dieselbe Leistung in den anderen Tabellen des Atlas, damit sichtbar bleibt, wie groß der Unterschied zwischen den Ländern wirklich ist.
Jede Zahl ist eine Schwelle. Bei Zeiten ist es die langsamste Zeit, die für die Note noch reicht („bis“), bei Weiten, Höhen und Strecken die geringste Leistung („ab“). Wer die Schwelle der letzten Stufe verfehlt, liegt darunter. Wechseln Gerät oder Hürdenhöhe mit der Klasse, steht das in der Spalte „Gerät“.
Nicht jede Tabelle benotet. Schultabellen arbeiten mit Noten von 1 bis 5, Abiturtabellen mit Notenpunkten von 15 bis 1, wissenschaftliche Testverfahren mit Leistungsklassen oder Prozenträngen. Jede Tabelle steht im Atlas in ihrer eigenen Skala und in ihrer eigenen Gliederung – so, wie sie gedruckt ist.
Manche Tabellen gliedern nach Lebensalter statt nach Klassenstufe, manche bewerten in Leistungsklassen statt in Noten. Damit sie sich überhaupt vergleichen lassen, steht neben jeder dieser Tabellen eine Referenzfassung: Das Alter wird nach der Regel Klassenstufe = Lebensalter − 6 auf den Jahrgang umgelegt – wo die Quelle sich selbst einer Schulstufe zuordnet, gilt die Quelle –, und die Stufen werden dort als Noten gelesen, wo sich das begründen lässt. Heißt eine Stufe wie eine Note, ist es diese Note; sonst entscheidet die Lage, und die mittlere Stufe ist die 3. Wo eine Tabelle endet – unter Bronze etwa –, steht keine Note.
Diese Fassungen sind als Referenz gekennzeichnet, tragen die Zuordnungsregel unter der Tabelle und in jeder Zeile das Alter, aus dem sie stammt. In die Konsenstabelle gehen sie nicht ein: Sie enthalten keine eigene Messung, sondern dieselben Werte noch einmal.
Eine Tabelle misst eine einzelne Leistung an einer Norm und versucht sie zu qualifizieren. Die finale Zensur liegt in der pädagogischen Entscheidung der Lehrkraft und kann mehr enthalten als nur die Note aus den hier gelieferten Tabellen: Lernfortschritt, Technik, Anstrengungsbereitschaft, Zusammenarbeit sowie die Vorgaben des eigenen Landes und der eigenen Fachschaft.
Die sportdidaktische Kritik an starren Tabellen ist berechtigt, und wir teilen sie in drei Punkten:
Deshalb ist der Atlas bewusst kein Notenautomat. Er zeigt die Spanne zwischen den Tabellen, statt eine Zahl als Wahrheit auszugeben, und er nennt zu jedem Wert seine Herkunft. Die sachliche Bezugsnorm ist nur eine von dreien: Wie sich eine Sportnote aus sachlicher, sozialer und individueller Bezugsnorm zusammensetzt, zeigt das Modell zur Sportnote.
Wie sich eine Sportnote aus solchen Teilen zusammensetzt und welche Bezugsnormen dabei zur Wahl stehen, zeigt das Modell zur Sportnote: so-mi-sportunterricht.vercel.app.
Sie finden eine Tabelle oder einzelne Werte unpassend? Sie haben einen Vorschlag – oder eigene Tabellen zu Sportarten, Tests oder Bewegungsfeldern, die Sie mit anderen teilen möchten, um dieses Archiv zu ergänzen? Schreiben Sie uns.
Am einfachsten fügen Sie die Werte direkt als Text in die Nachricht ein (Klasse, Geschlecht, Grenzwerte je Note) und nennen kurz, woher die Tabelle stammt und für welche Schulform sie gedacht ist. Wir sichten jede Einsendung, können aber nicht zusagen, dass jede Tabelle übernommen wird. Schul- und Personennamen veröffentlichen wir nur mit Ihrem Einverständnis.
Zum Kontaktformular Betreff am besten: „Normwertatlas“