Modul02

Zwei Drittel im ersten Drittel

Lohnende Pause

Dein Körper erholt sich nicht gleichmäßig. In den ersten Minuten nach einer Belastung passiert der größte Teil — und genau diese Pause nutzt das extensive Intervalltraining.

Demomodus

Beide Varianten füllen die App mit Beispielwerten, ohne dass jemand laufen muss — zum Vorbereiten oder zum Erklären am Monitor.

Intervalle
3
Dauer
25–35 min
Ort
Halle / Platz
Material
Uhr

Reine Ablaufzeit: dreimal 3 Minuten Laufen plus die Erholungsphasen, deren Länge sich erst beim Messen ergibt. Erklärung und Auswertung kommen dazu.

Taktgeber

direkt starten

Jede Uhr läuft im Vollbild, mit Signalton und Restbalken. Escape oder „Beenden" bricht ab.

Intervall 1 / 3

So läuft die Stunde am Monitor: Alle messen ihren Vorbelastungspuls, während die 15-Sekunden-Uhr läuft. Dann drei Minuten Belastung. Danach läuft die Erholungsuhr — bei jedem Doppelton misst die Klasse. Eine Person ruft ihre Werte, die hier eingetragen werden: daraus entsteht die gemeinsame Kurve.

So läuft es ab

3 Runden
  1. 1

    Vorbelastungspuls messen

    Der Ausgangswert, zu dem der Körper zurückkehren will

    Messen
  2. 2

    Drei Minuten laufen

    Moderates Tempo — Sprechen geht noch, aber knapp

    Laufen
  3. 3

    Sofort Puls messen

    Direkt nach dem Lauf, der Puls fällt schnell

    Messen
  4. 4

    Erholung beobachten

    Alle 30 Sekunden messen, bis zwei Drittel geschafft sind

    Messen
  5. 5

    Weiterlaufen, obwohl du noch nicht erholt bist

    Genau das ist der Trick — dreimal insgesamt

    Laufen

Der Ablauf führt Schritt für Schritt durch dieselben Phasen — nur ohne persönliche Eingabe. Wer nur eine Uhr braucht, nimmt den Taktgeber oben.

Über dieses Modul

Was dich erwartet

Was ist das Ziel?

Du entdeckst an deinem eigenen Puls, dass Erholung nicht gleichmäßig verläuft: Zwei Drittel davon passieren im ersten Drittel der Zeit. Wer das weiß, muss nicht auf die vollständige Erholung warten, um sinnvoll weiterzutrainieren.

Was kann die App?

Sie gibt dir die Zeiten vor — 15 Sekunden Pulsmessung, drei Minuten Belastung, 30 Sekunden Vorbereitung — und zeichnet deinen Erholungsverlauf auf. Sobald du zwei Drittel erreicht hast, sagt sie Bescheid: Das ist der Moment für das nächste Intervall.

Was du brauchst

  • Platz zum Laufen für dreimal drei Minuten
  • Zwei Finger zum Pulsmessen — 15 Sekunden zählen, mal 4 rechnen
  • Ein Gerät für die Uhren; gespeichert wird nichts
1

Schritt 1 · Messen

Der Vorbelastungspuls

Bevor es losgeht, wird der Ausgangswert gemessen — der Wert, zu dem der Körper nach der Belastung zurückkehren will. Er ist die Bezugsgröße für alles, was danach kommt.

Vorbelastungs- oder Ruhepuls?

Der Ruhepuls wird im völligen Ruhezustand gemessen, am besten morgens im Liegen. Was hier gemessen wird, ist der Vorbelastungspuls: im Stehen, nach dem Weg in die Halle und dem Umziehen. Er liegt regelmäßig höher — das ist kein Fehler, sondern der richtige Ausgangswert für dieses Experiment.

Pulsmessung
0:15

Zählen, solange die Uhr läuft. Beim ersten Schlag mit „0" beginnen.

Schläge in 15 Sekunden × 4 = Puls pro Minute.

Wer ein Pulsmessgerät hat, trägt hier direkt ein. Üblicher Bereich im Stehen: 60 bis 100.

2

Schritt 2 · Laufen

Intervall 1: Belastung

Intervall 1 von 3

Laufe jetzt drei Minuten in moderatem Tempo. Du solltest dich noch unterhalten können, aber schon etwas außer Atem kommen — das ist der aerobe Bereich.

Drei Minuten Belastung für die ganze Klasse. Moderates Tempo: Sprechen muss noch gehen. Die Uhr läuft im Vollbild, mit Ton bei 30 und 10 Sekunden.

Laufzeit
3:00
3

Schritt 3 · Messen

Nach Intervall 1

Intervall 1 von 3

Sofort messen. Der Puls fällt schnell — jede Sekunde Verzögerung macht den Wert kleiner, als er war. Finger anlegen, dann die Uhr starten.

Schläge in 15 Sekunden × 4 = Puls pro Minute.

4

Schritt 4 · Beobachten

Erholung nach Intervall 1

Intervall 1 von 3

Miss so oft du magst, etwa alle 30 Sekunden, und trage die Werte laufend ein. Die App meldet sich, sobald die lohnende Pause erreicht ist.

Die Erholungsuhr gibt alle 30 Sekunden einen Doppelton — dann misst die ganze Klasse gleichzeitig. Eine Person ruft ihren Wert, er wird hier eingetragen und wächst zur gemeinsamen Kurve. Die Meldung „lohnende Pause" ist der Moment, auf den die Stunde hinausläuft.

Erholungszeit
0:00

Die Uhr läuft — miss so oft du möchtest.

Schläge in 15 Sekunden × 4 = Puls pro Minute.

Wann hast du das Gefühl, dass es wieder geht?

Wann sagt die Klasse, dass es wieder geht?

Der Knopf startet nichts — er hält nur den Moment fest. Am Ende siehst du ihn neben dem gerechneten Wert.

Messwerte

Sporttheorie: Warum gerade zwei Drittel

Der Puls fällt nach einer Belastung exponentiell, nicht gleichmäßig: Am Anfang stürzt er ab, danach wird es zäh. Das letzte Drittel der Erholung kostet mehr Zeit als die ersten beiden zusammen.

Deshalb bricht man die Pause ab, sobald zwei Drittel erreicht sind. Der Körper ist erholt genug für den nächsten Reiz, aber die Zeit wurde nicht mit dem langsamen Rest verbraucht.

Zwischenschritt

Mach dich bereit

Du hast die lohnende Pause genutzt. In 30 Sekunden beginnt das nächste Intervall.

Vorbereitung
0:30

Ergebnis

Training abgeschlossen

Drei Intervalle mit lohnenden Pausen — so funktioniert extensives Intervalltraining.

Was das für dein Training bedeutet

Statt auf die vollständige Erholung zu warten, nutzt du die lohnende Pause. Zu diesem Zeitpunkt sind zwei Drittel der Erholung erreicht — genug für den nächsten Reiz, und ohne die lange Wartezeit für das letzte Drittel.

Der Grund liegt im Verlauf: Dein Puls fällt exponentiell, nicht gleichmäßig. Die schnellste Erholung passiert unmittelbar nach der Belastung — und genau die nutzt das Intervalltraining aus.

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