{"id":91,"date":"2026-07-18T17:41:42","date_gmt":"2026-07-18T15:41:42","guid":{"rendered":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/?p=91"},"modified":"2026-07-21T16:45:59","modified_gmt":"2026-07-21T14:45:59","slug":"vibe-coding-im-sportunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/vibe-coding-im-sportunterricht\/","title":{"rendered":"9 starke Argumente: Vibe Coding f\u00fcr Sportlehrkr\u00e4fte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vibe Coding bezeichnet eine noch junge Form KI-gest\u00fctzter Softwareentwicklung, bei der Nutzerinnen und Nutzer Anwendungen nicht prim\u00e4r durch eigenes Schreiben von Code, sondern durch sprachliche Beschreibung, iterative Korrektur, Testen und Nachsteuern entwickeln. Der Begriff wurde 2025 durch <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=&amp;ved=2ahUKEwiv667unt2VAxWCA9sEHciiBaYQFnoECA0QAQ&amp;url=https%3A%2F%2Fx.com%2Fkarpathy%2Fstatus%2F1886192184808149383%3Flang%3Dde&amp;usg=AOvVaw2z0uBwSdB18G9efCX5ehII&amp;opi=89978449\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andrej Karpathy<\/a> popul\u00e4r; aktuelle Forschung beschreibt Vibe Coding als Programmieren im Dialog mit KI-Systemen, bei dem Programmierkompetenz nicht verschwindet, sondern sich in Richtung Zielkl\u00e4rung, Kontextsteuerung, Bewertung, Testen und Fehlerkontrolle verschiebt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Sportunterricht ist diese Entwicklung besonders interessant, weil Sportlehrkr\u00e4fte h\u00e4ufig sehr konkrete, situative und fachspezifische Probleme l\u00f6sen m\u00fcssen: Gruppen bilden, Belastungen steuern, Bewegungen analysieren, Taktik visualisieren, Lernfortschritte sichtbar machen, Stationsarbeit organisieren oder Reflexion anleiten. Dabei geht h\u00e4ufig viel Zeit verloren, weil man in der Unterrichtsvorbereitung erst nach passenden Werkzeugen, Visualisierungen oder Apps suchen muss. Mit KI gibt es nun eine neue und innovative M\u00f6glichkeit, die es nie zuvor gegeben hat \u2014 denn genau f\u00fcr solche kleinen, ma\u00dfgeschneiderten Werkzeuge kann Vibe Coding produktiv genutzt werden. Der fachliche Nutzen liegt jedoch nicht im Digitalen an sich, sondern in einer klaren didaktischen Funktion: Digitale Tools m\u00fcssen Bewegung, Wahrnehmung, Feedback, Verstehen, Motivation oder Organisation verbessern, ohne Bewegungszeit unn\u00f6tig zu verdr\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zu digitalen Medien, Gamification, Exergames und KI im Bildungsbereich st\u00fctzt eine vorsichtig positive Einsch\u00e4tzung: Digitale Technologien k\u00f6nnen Motivation, Engagement, Feedback und Lernorganisation unterst\u00fctzen; zugleich zeigen die Befunde heterogene Effekte und erhebliche Anforderungen an p\u00e4dagogische Gestaltung, Datenschutz, Barrierefreiheit und fachliche Kontrolle.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibe-1-1024x576.png\" alt=\"Vibe Coding f\u00fcr Sportlherer\" class=\"wp-image-124\" style=\"aspect-ratio:1.7778065854290899;width:430px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibe-1-1024x576.png 1024w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibe-1-300x169.png 300w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibe-1-768x432.png 768w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibe-1-1536x864.png 1536w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibe-1.png 1672w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Apps selber coden &#8211; gerade f\u00fcr Lehrer eine Option<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h6 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Argument: Warum Vibe Coding gerade f\u00fcr den Sportunterricht relevant ist<\/strong><\/h6>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sportunterricht ist ein Fach mit einem besonderen Spannungsfeld: Einerseits steht das Sich-Bewegen im Zentrum. Andererseits gelingen Bewegung, Spiel und Sport in der Schule nur, wenn Organisation, Sicherheit, Differenzierung, Beobachtung, Feedback, Reflexion und Bewertung sinnvoll gestaltet sind. Der nordrhein-westf\u00e4lische Kernlehrplan Sport beschreibt das Ziel einer umfassenden Handlungskompetenz in Bewegung, Spiel und Sport; digitale Medien k\u00f6nnen dabei insbesondere reflektierte Praxis, Bewegungslernen und Medienkompetenz unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau hier setzt Vibe Coding an. Es geht nicht darum, Sport durch Bildschirmarbeit zu ersetzen. Es geht darum, kleine digitale Hilfen zu entwickeln, die ein konkretes Unterrichtsproblem l\u00f6sen. Eine Lehrkraft muss daf\u00fcr nicht professionelle Softwareentwicklerin sein. Sie braucht aber eine klare didaktische Idee, ein Problembewusstsein, fachliche Urteilskraft und die Bereitschaft, KI-generierten Code kritisch zu pr\u00fcfen. Typische Beispiele w\u00e4ren ein Deckungsschatten-Simulator f\u00fcr Basketball oder Fu\u00dfball, ein Stationskarten-Generator f\u00fcr Grundschule, Turnen oder Fitness, ein Belastungsrechner f\u00fcr Intervalltraining, ein Bewertungsraster f\u00fcr Kugelsto\u00dfen, Schwimmen oder Turnen, ein Gamification-System f\u00fcr Ausdauer, Fairplay oder Techniklernen, eine Reflexions-App f\u00fcr Exit-Tickets nach Bewegungsphasen oder ein Gruppengenerator, der Heterogenit\u00e4t, Freundschaften oder Leistungsniveaus ber\u00fccksichtigt. Der fachliche Mehrwert liegt darin, dass solche Werkzeuge nicht allgemein, sondern passgenau f\u00fcr die eigene Lerngruppe, Sportart, das eigene Unterrichtsvorhaben und die eigene Sportst\u00e4tte entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>2. Argument: Was Vibe Coding ist \u2014 und was es nicht ist<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vibe Coding ist keine Magie und kein Ersatz f\u00fcr Fachlichkeit. Es ist auch nicht einfach \u201eKI macht mir eine App&#8220;. Fachwissenschaftlich sauberer ist folgende Definition: Vibe Coding ist ein KI-gest\u00fctzter Entwicklungsprozess, bei dem eine Nutzerin oder ein Nutzer ein digitales Werkzeug \u00fcber nat\u00fcrliche Sprache entwirft, die KI Code erzeugt, der Mensch das Ergebnis testet, bewertet, korrigiert und iterativ weiterentwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuelle Forschung beschreibt Vibe Coding als eine Form des Programmierens im Gespr\u00e4ch mit KI-Systemen. Dabei wechseln Entwicklerinnen und Entwickler zwischen Zielbeschreibung, KI-generiertem Code, schneller Pr\u00fcfung, Anwendungstest, Korrekturprompt und manueller Anpassung. Entscheidend ist: Die menschliche Expertise verschwindet nicht; sie verlagert sich auf Kontextmanagement, Qualit\u00e4tskontrolle und die Entscheidung, wann KI-generierte Vorschl\u00e4ge akzeptiert, ver\u00e4ndert oder verworfen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Sportlehrkr\u00e4fte bedeutet das: Sie m\u00fcssen nicht zwingend JavaScript, HTML, CSS oder Python beherrschen. Sie m\u00fcssen aber wissen, was das Tool p\u00e4dagogisch leisten soll, f\u00fcr welche Altersgruppe es gedacht ist, welche Daten erhoben werden d\u00fcrfen, welche Fehler problematisch w\u00e4ren, wie gepr\u00fcft wird, ob das Tool funktioniert, und wann ein analoges Verfahren besser ist. Damit wird Vibe Coding weniger zu einer technischen Spielerei als zu einer Form \u201edidaktischer Produktentwicklung&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>3. Argument: Warum Sportlehrkr\u00e4fte besonders geeignete \u201eToolmaker&#8220; sein k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sportlehrkr\u00e4fte arbeiten permanent l\u00f6sungsorientiert. Sie passen Aufgaben an Raum, Zeit, Material, Sicherheitslage, Lerngruppe, Wetter, Motivation und Leistungsniveau an. Diese Praxisn\u00e4he ist eine St\u00e4rke f\u00fcr Vibe Coding. Standardsoftware scheitert im Sportunterricht oft daran, dass sie zu allgemein ist. Eine App f\u00fcr Fitness ist nicht automatisch f\u00fcr eine siebte Klasse geeignet. Ein professionelles Taktikprogramm passt nicht unbedingt zu einem Anf\u00e4nger-Basketballspiel im Schulsport. Ein Bewertungsbogen aus dem Internet entspricht selten exakt den Kriterien der konkreten Unterrichtsreihe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignright size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding2-683x1024.jpg\" alt=\"Ipad Sch\u00fcler\" class=\"wp-image-94\" style=\"aspect-ratio:0.6669975186104219;width:351px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding2-683x1024.jpg 683w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding2-200x300.jpg 200w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding2.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Beobachtungen und Korrekturen mit Hilfe von Ipads: Im Idealfall mit ma\u00dfgeschneiderter Software<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vibe Coding erm\u00f6glicht dagegen kleine Werkzeuge nach dem Prinzip: \u201eIch baue nicht die perfekte Sport-App. Ich baue ein n\u00fctzliches Werkzeug f\u00fcr genau diese Stunde, diese Reihe, diese Lerngruppe.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich <strong>Unterrichtsorganisation<\/strong> verlieren Sportlehrkr\u00e4fte viel Zeit durch Gruppenbildung, Ger\u00e4teaufbau, Stationswechsel, Erkl\u00e4rungen und Materialverteilung. Kleine Tools k\u00f6nnen helfen, ohne fachliche Entscheidungen zu ersetzen \u2014 etwa Gruppengeneratoren, Stationsrotation mit Timer, QR-Codes f\u00fcr Aufgaben oder Hallenplaner f\u00fcr parallele Gruppen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\">Im Bereich <strong>Bewegungslernen<\/strong> k\u00f6nnen digitale Werkzeuge Bewegungen sichtbar, vergleichbar und reflektierbar machen. Forschung und Praxisberichte betonen besonders Bewegungsanalyse, Visualisierung und Feedback als naheliegende Einsatzfelder. M\u00f6gliche Anwendungen sind Technik-Checklisten, Bewegungsphasen-Slider, Videoanalyse-Leitfragen, Fehlerbild-Karten oder Selbstdiagnose-Tools.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich <strong>Taktik und Spielverst\u00e4ndnis<\/strong> sind taktische Prinzipien oft abstrakt. Vibe Coding kann helfen, sie sichtbar zu machen \u2014 durch einen Deckungsschatten-Simulator, eine Passweg-Visualisierung, eine Volleyball-Rotationshilfe oder einen Basketball-Cut-Entscheidungsbaum. Gerade hier liegt ein starker didaktischer Wert: Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen Situationen ver\u00e4ndern, Hypothesen pr\u00fcfen und taktische Zusammenh\u00e4nge selbst entdecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich <strong>Trainingslehre<\/strong> ist der Lernstoff im Schulsport oft kognitiv anspruchsvoll, weil Belastung, Anpassung, Regeneration und Progression zeitlich versetzt wirken. M\u00f6gliche Tools sind Intervall-Timer, Belastungszonen-Rechner, Regenerationsampeln, Superkompensations-Simulationen oder Trainingsplan-Generatoren. <a href=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/#materialien\">Beispiele finden sich hier!<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich <strong>Bewertung und Feedback<\/strong> geh\u00f6rt R\u00fcckmeldung zu den zentralen lernwirksamen Unterrichtsfaktoren \u2014 wirkt aber nicht automatisch positiv. Hattie und Timperley zeigen, dass Feedback besonders dann wirksam ist, wenn es Lernziele, aktuellen Stand und n\u00e4chste Schritte kl\u00e4rt. Vibe-Coding-Tools k\u00f6nnen hier durch transparente Bewertungsraster, Peer-Feedback-B\u00f6gen, Selbstdiagnose, Technikampeln, individuelle Lernziele, Exit-Tickets und Reflexionsfragen besonders n\u00fctzlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>4. Argument: Gamification &#8211; Fesseln, aber nicht verf\u00fchren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gamification ist eines der naheliegendsten Felder f\u00fcr Vibe Coding im Sportunterricht. Gemeint ist nicht \u201eUnterricht als Spiel&#8220;, sondern die gezielte Verwendung spieltypischer Elemente wie Punkte, Level, Missionen, Fortschrittsbalken, Rollen, Abzeichen, Herausforderungen oder Teamquests. Systematische Reviews zu Gamification im Sportunterricht berichten \u00fcberwiegend positive Effekte auf Motivation und Engagement \u2014 allerdings nicht als Automatismus und nicht ohne Gestaltungsbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein gutes Beispiel w\u00e4re eine Ausdauer-Mission, bei der nicht die schnellste Person gewinnt, sondern jede Gruppe Punkte f\u00fcr realistische Zielsetzung, gleichm\u00e4\u00dfiges Tempo, gegenseitige Unterst\u00fctzung und Reflexion erh\u00e4lt. Ein schlechtes Beispiel w\u00e4re eine Rangliste, die nur die leistungsst\u00e4rksten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sichtbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>5. Argument: Konkrete Anwendungsszenarien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Grundschule: Bewegungslandschaft mit QR-Stationskarten<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Lehrkraft erstellt per Vibe Coding ein kleines Tool f\u00fcr eine Bewegungslandschaft zum Balancieren, Klettern, Springen und Rollen. Jede Station enth\u00e4lt eine kurze Aufgabe, ein Bildsymbol, eine Sicherheitsregel sowie leichte, mittlere und schwere Varianten und eine Reflexionsfrage \u2014 zum Beispiel: \u201eWie konntest du dein Gleichgewicht halten? Was hat dir geholfen: Arme, Blick, Tempo oder K\u00f6rperspannung?&#8220; Das erm\u00f6glicht klare Orientierung, weniger Erkl\u00e4rzeit, Differenzierung und selbstst\u00e4ndiges Arbeiten. Wichtig ist dabei: In der Grundschule darf das Tool nicht zu viel Lesezeit erzeugen. Piktogramme und m\u00fcndliche Erkl\u00e4rung bleiben zentral.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Sekundarstufe I: Deckungsschatten-Simulator<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein h\u00e4ufiges Problem im Basketball oder Fu\u00dfball: Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verstehen nicht, warum sie \u201eanspielbar&#8220; oder \u201enicht anspielbar&#8220; sind. Ein Tool mit Spielfeldansicht, verschiebbaren Figuren f\u00fcr Passgeber, Verteidiger und Mitspieler sowie einem sichtbaren Deckungsschatten und einer Ampel (frei \/ teilweise verdeckt \/ nicht anspielbar) macht Taktik sichtbar, erm\u00f6glicht das Testen von Hypothesen und unterst\u00fctzt die Reflexion zwischen Spielphasen. Wichtig: Das Tool darf nicht zur Tafelstunde werden. Es eignet sich f\u00fcr kurze Reflexionsinseln, nicht als Ersatz f\u00fcr Spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Sekundarstufe I\/II: Technikfeedback Kugelsto\u00df<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Referendarin entwickelt f\u00fcr eine Unterrichtsreihe Kugelsto\u00dfen ein Peer-Feedback-Tool mit Kriterien zu Ausgangsstellung, Angleiten oder Angehen, Stemmschritt, H\u00fcfteinsatz, Ellenbogenposition, Sto\u00dfauslage, Absto\u00dfwinkel sowie Sicherheitsverhalten. Das Tool gibt keine automatische Note, sondern strukturiert Beobachtung und R\u00fcckmeldung: Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler beobachten gezielter, Technikmerkmale werden sprachf\u00e4hig, Feedback wird konkreter, Bewertungskriterien werden transparent. Die Lehrkraft bleibt verantwortlich f\u00fcr Diagnose und Bewertung. Das Tool darf keine Scheingenauigkeit erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Oberstufe: Trainingslehre-Simulator<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Lerngruppe untersucht Belastungssteuerung. Das Tool simuliert Trainingsreiz, Erm\u00fcdung, Regeneration, Leistungsanpassung sowie zu kurze und zu lange Pausen und progressive Belastung. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ver\u00e4ndern Parameter und begr\u00fcnden, warum ein Plan sinnvoll oder problematisch ist \u2014 Theorie wird anschaulich, Urteilskompetenz wird entwickelt, Trainingslehre wird nicht nur auswendig gelernt, sondern angewendet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Referendariat: Unterrichtsbesuchs-Werkzeug<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Referendarinnen und Referendare k\u00f6nnen Vibe Coding nutzen, um f\u00fcr Unterrichtsbesuche spezifische Materialien zu erzeugen: Reihenstruktur, Kompetenzraster, Beobachtungsb\u00f6gen, Lernaufgaben, Sicherheitscheck, Reflexionsfragen, Differenzierungsoptionen, Zeitplan. Aber das Tool darf niemals die didaktische Analyse ersetzen. Gerade im Referendariat ist die Gefahr gro\u00df, dass professionell wirkende Materialien fachliche Schw\u00e4chen \u00fcberdecken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>6. Argument: Fachwissenschaftliche Einordnung &#8211; Was ist belegt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forschung zu digitalen Medien im Sportunterricht zeigt ein gemischtes, aber relevantes Bild. Systematische Reviews beschreiben vielf\u00e4ltige Einsatzfelder, insbesondere Bewegungsanalyse, Feedback, Motivation, Gesundheit, Gamification und Wearables; zugleich sind die Studien heterogen und nicht alle Effekte generalisierbar. Man kann also nicht seri\u00f6s behaupten, digitale Tools machten Sportunterricht automatisch besser. Man kann aber gut begr\u00fcnden, dass sie in bestimmten didaktischen Funktionen sinnvoll sein k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aktuelle Reviews zu Gamification im Sportunterricht berichten positive Wirkungen auf Motivation und Beteiligung, besonders wenn die Spielmechaniken mit Lernzielen verbunden sind. Die Befunde st\u00fctzen eine vorsichtige Nutzung, aber keine pauschale Begeisterung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Meta-Analyse zu Exergames im Sportunterricht fand positive Effekte auf Lernleistungen im Fach Sport. Gleichzeitig weisen andere Arbeiten darauf hin, dass Exergames nicht automatisch sportartspezifische Bewegungstechniken korrekt vermitteln; sie k\u00f6nnen Motivation und Einstieg erleichtern, ersetzen aber kein fachlich angeleitetes Bewegungslernen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UNESCO und Europ\u00e4ische Kommission betonen bei generativer KI in Bildungskontexten eine menschenzentrierte, ethisch kontrollierte Nutzung, insbesondere mit Blick auf Datenschutz, Fairness, Transparenz, Sicherheit und p\u00e4dagogische Verantwortung. Die KMK empfiehlt f\u00fcr Schulen einen kritisch-konstruktiven Umgang mit KI und verweist auf Chancen f\u00fcr Lernen und Lehrkr\u00e4ftearbeit, aber auch auf die Notwendigkeit von Regeln, Kompetenzen und verantwortungsvoller Einbettung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Studien zu KI-gest\u00fctzten Programmierwerkzeugen zeigen Produktivit\u00e4tspotenziale, etwa schnellere Bearbeitung bestimmter Programmieraufgaben in kontrollierten Settings. Zugleich zeigen Sicherheitsstudien, dass KI-generierter Code relevante Schw\u00e4chen enthalten kann. Auch Entwicklerbefragungen zeigen sinkendes Vertrauen in die Genauigkeit von KI-Ausgaben und einen hohen Bedarf an menschlicher Pr\u00fcfung. F\u00fcr Sportlehrkr\u00e4fte folgt daraus: Vibe Coding ist geeignet f\u00fcr einfache, lokal nutzbare Unterrichtstools. Es ist riskant bei personenbezogenen Daten, automatisierter Leistungsbewertung, Cloudspeicherung, Login-Systemen oder sicherheitskritischen Funktionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Didaktische Leitprinzipien f\u00fcr Vibe Coding im Sportunterricht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Prinzip 1: Bewegung bleibt Zentrum.<\/em> Ein Tool ist nur gerechtfertigt, wenn es Bewegung vorbereitet, verbessert, begleitet oder reflektiert. Es darf nicht ohne Not Bewegungszeit verdr\u00e4ngen. Pr\u00fcffrage: W\u00fcrde die Stunde ohne dieses Tool bewegungsreicher, klarer oder lernwirksamer sein? Wenn ja, ist das Tool \u00fcberfl\u00fcssig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Prinzip 2: Das Tool braucht eine klare Funktion.<\/em> Digitale Werkzeuge sollten nicht eingesetzt werden, weil sie modern wirken, sondern weil sie ein didaktisches Problem l\u00f6sen \u2014 also weil sie erkl\u00e4ren, visualisieren, differenzieren, motivieren, strukturieren, beobachten, r\u00fcckmelden, reflektieren, dokumentieren oder organisieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Prinzip 3: Keine automatische Bewertung durch ungepr\u00fcfte KI.<\/em> Besonders kritisch ist der Bereich Leistungsbewertung. Der EU AI Act behandelt bestimmte KI-Systeme im Bildungsbereich als Hochrisiko, etwa wenn sie Zugang, Zuweisung oder Bewertung im Bildungskontext beeinflussen. KI darf Bewertungsprozesse unterst\u00fctzen, Kriterien strukturieren und Beobachtungsb\u00f6gen erzeugen. Aber die p\u00e4dagogische Bewertung bleibt bei der Lehrkraft. Automatisierte Notengebung ist hoch problematisch und auch nicht zul\u00e4ssig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Prinzip 4: Datenschutz durch Datensparsamkeit.<\/em> Vibe-Coding-Tools im Sportunterricht sollten m\u00f6glichst ohne personenbezogene Daten funktionieren: keine Klarnamen, keine Gesundheitsdaten, keine K\u00f6rperdaten ohne Notwendigkeit, keine Videos in externe KI-Systeme hochladen, keine Cloudspeicherung ohne schulische Freigabe, keine sensiblen Leistungsprofile \u2014 lieber lokal im Browser als auf fremden Servern. Gerade im Sport k\u00f6nnen Daten besonders sensibel sein: K\u00f6rper, Leistung, Gewicht, Fitnesszustand, Videoaufnahmen, Verletzungen oder soziale Vergleiche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Prinzip 5: Transparenz statt Black Box.<\/em> Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollten verstehen, wozu das Tool dient, welche Daten genutzt werden, was das Tool nicht entscheidet, wo die Verantwortung der Lehrkraft liegt und wie das Ergebnis hinterfragt werden kann. Das passt zugleich zur F\u00f6rderung von Medienkompetenz. Der Medienkompetenzrahmen NRW betont einen sicheren, kreativen und verantwortlichen Umgang mit Medien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>7. Argument: Chancen f\u00fcr Sportlehrkr\u00e4fte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vibe Coding kann Sportlehrkr\u00e4fte dazu bringen, ihre didaktischen Entscheidungen pr\u00e4ziser zu formulieren. Wer ein Tool bauen will, muss Kriterien kl\u00e4ren: Was genau ist ein gelungener Korbleger? Welche drei Merkmale sind f\u00fcr Anf\u00e4nger entscheidend? Was unterscheidet leicht, mittel und schwer? Wie soll Feedback formuliert sein? Welche Sicherheitsregel ist unverzichtbar? Was soll am Ende reflektiert werden? Der Entwicklungsprozess zwingt also zur didaktischen Pr\u00e4zisierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein weiterer gro\u00dfer Vorteil liegt in der Geschwindigkeit. Ein einfacher Prototyp kann relativ schnell entstehen: eine HTML-Seite, ein Timer, ein Raster, ein Generator, ein kleines interaktives Spielfeld. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sportlehrkr\u00e4fte Tools sprachlich, visuell und methodisch auf ihre Lerngruppen zuschneiden \u2014 von Piktogrammen und kurzen S\u00e4tzen in der Grundschule \u00fcber Level und Challenges in der Sekundarstufe I bis hin zu Analyse, Simulation und Trainingsplanung in der Oberstufe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein digitales Tool kann auch Aufmerksamkeit erzeugen, besonders wenn es interaktiv, visuell klar und spielerisch gestaltet ist. Das ist aber nur ein Einstieg. Entscheidend ist, ob aus Aufmerksamkeit Lernaktivit\u00e4t wird. Motivation bleibt besonders dann tragf\u00e4hig, wenn Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler Autonomie, Kompetenz und Zugeh\u00f6rigkeit erleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>8. Argument: Chancen f\u00fcr Referendarinnen und Referendare<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Referendarinnen und Referendare kann Vibe Coding besonders attraktiv sein, weil es Unterrichtsentwicklung sichtbar macht. Ein selbstgebautes Tool kann in einem Unterrichtsbesuch zeigen: klare didaktische Zielsetzung, reflektierten Medieneinsatz, Differenzierung, transparente Kriterien, Sch\u00fcleraktivierung, Theorie-Praxis-Verkn\u00fcpfung sowie Diagnose und Feedback. Beispiele w\u00e4ren ein interaktives Tool zur Beobachtung von Bewegungsmerkmalen, eine digitale Stationenstruktur mit Sicherheitsregeln, ein Reflexionstool zur Leitfrage der Stunde, ein Taktik-Simulator f\u00fcr eine kognitive Aktivierung oder ein Bewertungsraster, das Kriterien vor der Praxis sichtbar macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber hier ist Vorsicht n\u00f6tig: Ein \u00e4sthetisch gutes Tool kann didaktische Schw\u00e4chen verdecken. Im Referendariat muss deshalb gefragt werden: Ist das Tool notwendig? Ist es fachlich korrekt? Ist es altersangemessen? Wird Bewegungszeit gesch\u00fctzt? Wird Reflexion vertieft oder nur dekoriert? Ist der Einsatz rechtlich unproblematisch?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>9. Argument: Chancen f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler k\u00f6nnen Vibe-Coding-Tools auf zwei Ebenen nutzen. Als Lernende erhalten sie klarere Aufgaben, sichtbare Lernziele, unmittelbares Feedback, Wahlm\u00f6glichkeiten, strukturierte Reflexion, motivierende Challenges und verst\u00e4ndliche Visualisierungen. Das kann besonders Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unterst\u00fctzen, die im Sport nicht automatisch \u00fcber Leistungserfolg motiviert sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Gestaltende k\u00f6nnen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in h\u00f6heren Jahrg\u00e4ngen selbst kleine Tools entwerfen \u2014 einen Fitnesszirkel-Generator, ein Bewegungsquiz, ein Taktik-Tool, eine Sportarten-Erkl\u00e4rseite, eine Fairplay-Challenge oder einen Trainingsplan-Simulator. Das verbindet Sport, Medienkompetenz und informatische Bildung. Allerdings muss der sportliche Lernwert klar bleiben: Ein Informatikprojekt mit Sportthema ist noch kein guter Sportunterricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Grenzen und Risiken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr \u201eVibe Coding im Sportunterricht&#8220; selbst gibt es derzeit keine breite belastbare Forschung. Die Argumentation st\u00fctzt sich auf verwandte Felder: digitale Medien im Sportunterricht, Gamification, Exergames, KI in Bildung und KI-gest\u00fctztes Programmieren. Das ist plausibel, aber nicht gleichbedeutend mit direkter Evidenz. Ehrliches Urteil: wahrscheinlich n\u00fctzlich, aber empirisch noch nicht spezifisch abgesichert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Digitale Tools erzeugen leicht den Eindruck objektiver Genauigkeit. Ein Score von 87 Punkten wirkt pr\u00e4zise, kann aber auf fragw\u00fcrdigen Kriterien beruhen. Im Sport ist das besonders relevant, weil Bewegung komplex, situativ und k\u00f6rperlich unterschiedlich ist. Besonders kritisch ist der Datenschutz: Sportdaten sind oft sensibel. Videoaufnahmen, Fitnesswerte, Gewicht, Puls oder Leistungsprofile d\u00fcrfen nicht leichtfertig in KI-Systeme oder Cloudtools geladen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das st\u00e4rkste fachdidaktische Gegenargument lautet: Sportunterricht ist Bewegungszeit. Jedes digitale Tool ist nur dann gerechtfertigt, wenn es die Bewegungs-, Lern- oder Reflexionsqualit\u00e4t st\u00e4rker verbessert, als es Zeit, Aufmerksamkeit und organisatorische Energie kostet. Diese Kritik ist stark und darf nicht relativiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Praktischer Entwicklungsprozess<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein sinnvoller Vibe-Coding-Prozess f\u00fcr Sportlehrkr\u00e4fte k\u00f6nnte so aussehen: Im ersten Schritt wird das Unterrichtsproblem pr\u00e4zise formuliert \u2014 nicht \u201eMach mir eine coole App&#8220;, sondern: \u201eIch brauche ein einfaches Tool f\u00fcr eine 7. Klasse, das im Basketball sichtbar macht, wann ein Mitspieler im Deckungsschatten steht. Es soll maximal drei Minuten in einer Reflexionsphase genutzt werden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a5fcfc0bfb5c&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a5fcfc0bfb5c\" class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized wp-lightbox-container\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding-prozess_neu-1-1024x683.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-178\" style=\"aspect-ratio:1.4992659690769952;width:352px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding-prozess_neu-1-1024x683.webp 1024w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding-prozess_neu-1-300x200.webp 300w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding-prozess_neu-1-768x512.webp 768w, https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/vibecoding-prozess_neu-1.webp 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Prozess des Vibecoding<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im zweiten Schritt werden didaktische Kriterien festgelegt: Zielgruppe, Sportart, Lernziel, Dauer, Bedienung, Datenschutz, Sicherheitsaspekte, Differenzierung. Im dritten Schritt entsteht ein Prototyp \u2014 zum Beispiel als einfache HTML-Datei, die lokal im Browser l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im vierten Schritt wird getestet: Funktioniert es auf Smartphone und Tablet? Ist es verst\u00e4ndlich? Gibt es falsche R\u00fcckmeldungen? Sind Begriffe korrekt? L\u00e4uft es ohne Login? Im f\u00fcnften Schritt wird das Tool unterrichtlich erprobt \u2014 zun\u00e4chst klein, an einer Station, in einer Reflexionsphase oder mit einer Lerngruppe. Dieser Schritt hat sich in der Praxis als besonders wichtig erwiesen, da es in Webanwendungen immer wieder kleine Fehler oder Bedienungsprobleme gibt, mit denen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht zurechtkommen. Im sechsten Schritt schlie\u00dflich wird auf Basis von Sch\u00fclerfeedback und eigener Beobachtung \u00fcberarbeitet: Was war unklar? Was hat Zeit gekostet? Was hat Lernen unterst\u00fctzt? Was war nur Spielerei?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Beispielprompts f\u00fcr Sportlehrkr\u00e4fte<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Stationskarten-Tool:<\/em> \u201eErstelle eine einfache HTML-App f\u00fcr den Sportunterricht in Klasse 5. Thema: Balancieren. Die App soll sechs Stationen anzeigen. Jede Station braucht eine kurze Aufgabe, eine Sicherheitsregel und drei Schwierigkeitsstufen. Keine Speicherung von Daten. Gro\u00dfe Schrift, klare Buttons, mobil nutzbar.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Peer-Feedback Kugelsto\u00df:<\/em> \u201eErstelle ein lokales Browser-Tool f\u00fcr Peer-Feedback im Kugelsto\u00dfen Klasse 9. Kriterien: Ausgangsstellung, Stemmschritt, H\u00fcfteinsatz, Sto\u00dfarm, Absto\u00dfwinkel, Sicherheit. Jede Kategorie soll mit \u201agelungen&#8216;, \u201ateilweise&#8216;, \u201anoch \u00fcben&#8216; markiert werden. Am Ende sollen zwei konkrete \u00dcbetipps erscheinen. Keine Noten, keine Namen speichern.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Gamification Ausdauer:<\/em> \u201eErstelle ein Tool f\u00fcr eine kooperative Ausdauer-Challenge Klasse 7. Ziel ist gleichm\u00e4\u00dfiges Laufen, nicht maximale Geschwindigkeit. Teams sammeln Punkte f\u00fcr realistische Zielsetzung, konstantes Tempo, gegenseitige Unterst\u00fctzung und Reflexion. Keine Rangliste einzelner Sch\u00fcler. Fortschritt als Balken anzeigen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Taktik-Simulator:<\/em> \u201eErstelle einen einfachen interaktiven Deckungsschatten-Simulator f\u00fcr Basketball. Es gibt Passgeber, Verteidiger und Mitspieler auf einem Spielfeld. Die Figuren sollen verschiebbar sein. Hinter dem Verteidiger soll ein transparenter Schattenkegel angezeigt werden. Wenn der Mitspieler im Schatten steht, erscheint \u201anicht direkt anspielbar&#8216;. Wenn er seitlich herausl\u00e4uft, erscheint \u201aanspielbar&#8216;. F\u00fcr Klasse 8, einfache Sprache.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die oben angef\u00fchrten Begr\u00fcndungen und Argumente sprechen eindeutig daf\u00fcr: Vibe Coding kann f\u00fcr den Sportunterricht ein ernstzunehmendes Werkzeug der Unterrichtsentwicklung werden. Sein Potenzial liegt nicht darin, Sport \u201edigitaler&#8220; zu machen, sondern Sportlehrkr\u00e4ften zu erm\u00f6glichen, kleine, passgenaue, ver\u00e4nderbare und didaktisch begr\u00fcndete Werkzeuge selbst zu entwickeln. Der gr\u00f6\u00dfte Nutzen liegt in Bereichen, in denen der Sportunterricht ohnehin Unterst\u00fctzung braucht: Organisation, Differenzierung, Visualisierung, Feedback, Reflexion, Motivation und Transparenz. Besonders stark erscheint Vibe Coding bei Taktik-Visualisierungen, Stationsarbeit, formativen Feedbacktools, Trainingslehre-Simulationen und kooperativer Gamification.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig ist die Evidenzlage n\u00fcchtern zu bewerten. F\u00fcr Vibe Coding im Schulsport selbst gibt es bislang keine direkten Belege au\u00dfer Praxiserfahrungen einzelner engagierter Lehrkr\u00e4fte. Die Argumentation st\u00fctzt sich auf verwandte Forschungsfelder. Gleichwohl kann es gewinnbringend eingesetzt werden, wenn es didaktisch eng gef\u00fchrt, datensparsam, bewegungsnah, transparent und kritisch gepr\u00fcft eingesetzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zentrale Denkfehler, die es zu vermeiden gilt: Digital ist nicht automatisch besser. Gamification ist nicht automatisch motivierend. KI-generierter Code ist nicht automatisch korrekt. Ein sch\u00f6nes Tool ist nicht automatisch guter Unterricht. Automatisierte Bewertung ist nicht automatisch objektiv. Schnelle Entwicklung ersetzt keine didaktische Analyse.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und am Ende das st\u00e4rkste Gegenargument: Sportunterricht ist k\u00f6rperliche und soziale Praxiszeit. Digitale Tools k\u00f6nnen genau diese Qualit\u00e4t schw\u00e4chen, wenn sie Bewegungszeit reduzieren, Aufmerksamkeit auf Bildschirme ziehen oder p\u00e4dagogische Urteile an Technik delegieren. Dieses Gegenargument ist stark. 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