{"id":355,"date":"2026-07-02T12:43:48","date_gmt":"2026-07-02T10:43:48","guid":{"rendered":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/?p=355"},"modified":"2026-08-04T07:24:35","modified_gmt":"2026-08-04T05:24:35","slug":"die-schwierige-suche-nach-einer-fitness-paedagogik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/die-schwierige-suche-nach-einer-fitness-paedagogik\/","title":{"rendered":"Mehr Fitness wagen: Was genau ist eine moderne &#8222;Fitness-P\u00e4dagogik&#8220;?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-palette-color-5-background-color has-background wp-block-paragraph\"><strong>Dieser Beitrag ist in leicht ver\u00e4nderter Forma als Basisbeitrag in der Sportp\u00e4dagogik 6\/23 im Friedrichverlag erschienen. Den Originalbeitrag und das Themenheft k\u00f6nnen Sie hier abrufen [<a href=\"https:\/\/www.friedrich-verlag.de\/friedrich-plus\/sekundarstufe\/sport\/fitness-training\/fitness-ist-mehr-16772\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beitrag&#8211;><\/a>]<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fitness (engl. <em>to fit<\/em>: tauglich, f\u00e4hig oder auch engl. <em>fitness<\/em>: \u201eAngepasstheit\u201c, \u201eTauglichkeit\u201c; vgl. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fitness_(Biologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fitness_(Biologie)<\/a>) ist ein abstrakter Begriff und nur auf den ersten Blick so konkret, wie er umgangssprachlich oft genutzt wird. Urspr\u00fcnglich ein biologischer Fachbegriff aus der Populationsgenetik und Teil der Evolutionstheorie, ist \u201eFitness\u201c im Grunde ein Synonym f\u00fcr die Anpassungsf\u00e4higkeit oder auch Angepasstheit (\u201eSurvival of the Fittest\u201c). Die reine \u201ek\u00f6rperliche Fitness\u201c ist dabei lediglich ein Teilbereich. Insofern hat dieser Zustand sowohl etwas Ergebnis- als auch etwas Prozessorientiertes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Fitnesstraining werden gemeinhin Aktivit\u00e4ten bezeichnet, die dazu dienen, die k\u00f6rperliche Leistungsf\u00e4higkeit und damit auch \u2013 so wird es zumindest erhofft \u2013 die Gesundheit zu verbessern. Der Begriff \u201eFitnesstraining\u201c bezieht sich im eigentlichen Sinne auf den Freizeitsport. Gleichzeitig sind Elemente des Fitnesstrainings aber auch im Rehabilitations-, Leistungs- und Hochleistungssport zu finden. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird h\u00e4ufig nicht dazwischen unterschieden, ob ein:e Freizeitsportler:in oder ein:e Olympionik:in \u201efit\u201c ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese kurze Betrachtung l\u00e4sst erahnen: Der Begriff Fitness ist gar nicht so einfach zu greifen, wie man zun\u00e4chst denkt. Es erfolgt h\u00e4ufig eine Vermischung der Begrifflichkeiten. Oft wird etwa der Begriff der Gesundheit synonym mit Fitness verwendet. Gleichzeitig wird Fitness h\u00e4ufig in der Schule thematisiert, ist in manchem Lehrplan verankert und vor allem ein Zeitgeistthema.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie jedoch sollte man den Zustand \u201efit sein\u201c p\u00e4dagogisch thematisieren? Welche begriffsbestimmenden Aspekte gibt es und welche der Definitionen greifen f\u00fcr das Setting Schule? Welche Aspekte von Fitness sind f\u00fcr Sch\u00fcler:innen relevant? Kann man Fitness einfach im Rahmen einer allgemeinen Gesundheitserziehung, vor allem im Sportunterricht, behandeln? Wann und wie wird das Thema zu einem ganzheitlichen Aspekt des Unterrichts? Wie und mit welcher Zielsetzung sollten Sportlehrkr\u00e4fte vorgehen, um das Thema nachhaltig und in einem weiten Sinne zu akzentuieren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Beitrag m\u00f6chte zeigen, wie sich Lehrer:innen diesem komplexen Thema n\u00e4hern k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fitness ist zu sehr in der Lebenswirklichkeit von Sch\u00fcler:innen verankert, als dass der Sportunterricht sie ignorieren k\u00f6nnte.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Gesundheitsorientierung_als_Ziel_im_Sportunterricht\"><\/span>Gesundheitsorientierung als Ziel im Sportunterricht<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn wir eine schulp\u00e4dagogische Standortbestimmung f\u00fcr Fitness vornehmen wollen, m\u00fcssen zun\u00e4chst Kl\u00e4rungen vorgenommen werden. Bisher l\u00e4sst sich feststellen: Der Begriff Fitness wird in der Schule weitgehend genauso funktional verstanden, wie er auch gesellschaftlich thematisiert wird, das hei\u00dft in der Regel im Sinne von Training und im Sinne eines zu erreichenden \u201eEndzustands\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dimension \u201eLeistungsf\u00e4higkeit\u201c wird dabei in den Vordergrund gestellt und im Wesentlichen \u2013 bestenfalls \u2013 kompensatorisch verstanden. Das hei\u00dft, der Schulsport ist bisher \u00fcberwiegend auf die k\u00f6rperlichen und leistungsbezogenen Aspekte von Fitness fokussiert. Zum anderen sehen verschiedene Autor:innen jedoch im p\u00e4dagogischen Auftrag des Schulsports bezogen auf Fitness auch eine Orientierung hin zu einer gesundheitsorientierten Fitness (vgl. Duwenbeck &amp; Deddens, 2013; Duwenbeck, 2021, S. 41).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser gesundheitsorientierte Ansatz greift zumindest die Lebenswirklichkeit der Sch\u00fcler:innen und die generelle p\u00e4dagogische Intention des Schulsports st\u00e4rker auf als ein rein leistungsbezogener Ansatz. Letzterer ist zudem zum Teil mit fragw\u00fcrdigen Ma\u00dfst\u00e4ben belegt. So kann es in der Schule nicht ausschlie\u00dflich das Ziel sein, Sch\u00fcler:innen \u201etrainieren\u201c zu wollen. Das Ziel sollte sein, Lernende zu bef\u00e4higen, selbst zu bewerten, ob, wann und in welcher Weise sie trainieren sollten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fitness kann als die sportliche Seite der Medaille von <em>umfassender Gesundheit<\/em> gesehen werden. Durch k\u00f6rperliche Fitness, die zweifelsohne auch zu sportlicher Leistungsf\u00e4higkeit geh\u00f6rt und Krankheiten entgegenwirken kann, soll m\u00f6glichst langfristig subjektives Wohlbefinden hergestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieses Verst\u00e4ndnis steht vor allem in Abgrenzung dazu, dass viele Leistungserwartungen aus dem Bereich Fitness von au\u00dfen an Sch\u00fcler:innen herangetragen werden: K\u00f6rperbilder in sozialen Medien, bestimmte Schrittanzahlen, die man jeden Tag bew\u00e4ltigen soll, oder bestimmte Ern\u00e4hrungsformen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig sollte Fitness in der Schule aber vor allem die \u201eAnpassungsf\u00e4higkeit\u201c der Sch\u00fcler:innen st\u00e4rken beziehungsweise erweitern. Sie sollen erkennen k\u00f6nnen, wann \u201eReaktionen\u201c auf Anforderungen und Ver\u00e4nderungen in ihrem Leben notwendig sein k\u00f6nnten \u2013 und dies eben nicht nur in Bezug auf k\u00f6rperliches Training.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das geht nur, indem gesundheitsbezogene F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten im Zentrum dieser \u201eFitnessp\u00e4dagogik\u201c stehen. Die Schule und der Schulsport haben hier die Aufgabe, Kenntnisse, F\u00e4higkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, um zu einer subjektiven Zufriedenheit und zu einem Wohlbefinden zu gelangen, das einem selbst entspricht und nicht nur von au\u00dfen oktroyiert wird.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fitness_ganzheitliches_Konzept\"><\/span>Fitness: ganzheitliches Konzept<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zieschang und Brehm definieren Fitness als \u201eGesundheitsressource, als Voraussetzung f\u00fcr Wohlbefinden, als Lebensstilelement und als Faktor der Selbstpr\u00e4sentation\u201c (Zieschang &amp; Brehm, 1997, S. 17). Insofern scheint es sich bei Fitness auch wissenschaftlich eher um ein \u201eKonzept\u201c (Brehm et al., 1997, S. 21) zu handeln, das zugleich Voraussetzung f\u00fcr Gesundheit, aber auch Teil eines Gesundheitsbegriffs ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber: Eine Sichtweise, die <a href=\"https:\/\/fitnessweb-beta.vercel.app\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fitness nur unter dem Aspekt der Optimierung der motorischen Aspekte<\/a> versteht, grenzt den Begriff f\u00fcr die Schule stark auf die konditionellen Leistungsfaktoren ein und nimmt fast ausschlie\u00dflich die \u201ek\u00f6rperliche Fitness\u201c in den Blick. Dies ist jedoch als Betrachtungsweise insbesondere f\u00fcr Schule und Schulsport eine viel zu enge Auslegung.<\/p>\n\n\n\n<figure data-wp-context=\"{&quot;imageId&quot;:&quot;6a8cb47a65bb7&quot;}\" data-wp-interactive=\"core\/image\" data-wp-key=\"6a8cb47a65bb7\" class=\"wp-block-image alignleft size-large is-resized wp-lightbox-container\"><img decoding=\"async\" data-wp-class--hide=\"state.isContentHidden\" data-wp-class--show=\"state.isContentVisible\" data-wp-init=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--click=\"actions.showLightbox\" data-wp-on--load=\"callbacks.setButtonStyles\" data-wp-on--pointerdown=\"actions.preloadImage\" data-wp-on--pointerenter=\"actions.preloadImageWithDelay\" data-wp-on--pointerleave=\"actions.cancelPreload\" data-wp-on-window--resize=\"callbacks.setButtonStyles\" src=\"https:\/\/fitnessweb-beta.vercel.app\/assets\/images\/fitness-1.png\" alt=\"\" style=\"aspect-ratio:0.7075793088411643;width:357px;height:auto\"\/><button\n\t\t\tclass=\"lightbox-trigger\"\n\t\t\ttype=\"button\"\n\t\t\taria-haspopup=\"dialog\"\n\t\t\tdata-wp-bind--aria-label=\"state.thisImage.triggerButtonAriaLabel\"\n\t\t\tdata-wp-init=\"callbacks.initTriggerButton\"\n\t\t\tdata-wp-on--click=\"actions.showLightbox\"\n\t\t\tdata-wp-style--right=\"state.thisImage.buttonRight\"\n\t\t\tdata-wp-style--top=\"state.thisImage.buttonTop\"\n\t\t>\n\t\t\t<svg xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" width=\"12\" height=\"12\" fill=\"none\" viewBox=\"0 0 12 12\">\n\t\t\t\t<path fill=\"#fff\" d=\"M2 0a2 2 0 0 0-2 2v2h1.5V2a.5.5 0 0 1 .5-.5h2V0H2Zm2 10.5H2a.5.5 0 0 1-.5-.5V8H0v2a2 2 0 0 0 2 2h2v-1.5ZM8 12v-1.5h2a.5.5 0 0 0 .5-.5V8H12v2a2 2 0 0 1-2 2H8Zm2-12a2 2 0 0 1 2 2v2h-1.5V2a.5.5 0 0 0-.5-.5H8V0h2Z\" \/>\n\t\t\t<\/svg>\n\t\t<\/button><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man Fitness als ganzheitliches und weit gefasstes Konzept im Schulsport abbilden m\u00f6chte und eben nicht nur als Zustand, kann sie nur mit dem Ziel thematisiert werden, dass Sch\u00fcler:innen maximal umfassende Einsichten und Kompetenzen erlangen, um ihr Leben in gr\u00f6\u00dftm\u00f6glicher Gesundheit und maximal ausgepr\u00e4gtem Wohlbefinden f\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei sollen sie im Optimalfall auch eine \u00fcber einen gezielten Trainingsprozess gesteuerte Leistungsverbesserung, etwa im Bereich Ausdauer, erfahren k\u00f6nnen. Diese gilt es dann aber in ihrer Bedeutsamkeit zu reflektieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zusammenfassend finden sich auf vielen Ebenen Ankn\u00fcpfungspunkte und \u00dcberschneidungen zwischen Fitness, Gesundheit, Trainieren und Sport, zwischen Fitness als Ph\u00e4nomen und Fitness als Gegenstand eines Bildungsprozesses (vgl. Duwenbeck, 2021, S. 40 ff.).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Dimension Funktionsf\u00e4higkeit wird dabei h\u00e4ufig nicht weit genug gefasst. Der Aspekt Leistungsf\u00e4higkeit sollte im Sportunterricht besser im Sinne von Gestaltungsf\u00e4higkeit in Bezug auf Lebensgestaltung und Lebensbew\u00e4ltigung verstanden werden: als M\u00f6glichkeit, mit den mannigfaltigen Stressoren, die auf einen Menschen einwirken, konstruktiv und selbstbestimmt umgehen zu k\u00f6nnen, zu wollen und zu sollen (Beckers, 2007, S. 28 ff.). Fitness im schulischen Kontext kann so eher als ein Konzept verstanden werden, um ebendies in Einklang bringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Bereich<\/th>\n<th>Bestandteile beziehungsweise Beispiele<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Fitnesstraining<\/strong><\/td>\n<td>Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Pers\u00f6nliche Hygiene<\/strong><\/td>\n<td>Pers\u00f6nliche Hygiene<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Gesunde Ern\u00e4hrung<\/strong><\/td>\n<td>Gesunde Ern\u00e4hrung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Sinnvolles Verh\u00e4ltnis von An- und Entspannung<\/strong><\/td>\n<td>Ausreichender Schlaf, aktive Erholung, Urlaub beziehungsweise Regenerationsphasen etc.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Soziale Kontakte<\/strong><\/td>\n<td>Zum Beispiel Familie, Freunde und Beziehungen sowie ein weiteres soziales Umfeld<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Drogenfreie Lebensf\u00fchrung<\/strong><\/td>\n<td>Drogenfreie Lebensf\u00fchrung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Weitere Aspekte<\/strong><\/td>\n<td>Weitere Aspekte<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Geringe Exposition gegen\u00fcber sch\u00e4digenden Einfl\u00fcssen<\/strong><\/td>\n<td>Sch\u00e4digende Aspekte, Umweltgifte, Lautst\u00e4rke, weitere Stressfaktoren etc.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Reduzierung sitzender T\u00e4tigkeiten<\/strong><\/td>\n<td>Zum Beispiel ein geringer Anteil an Bildschirmarbeit, Computerspielen und sitzender T\u00e4tigkeit etc.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n\n<figcaption>\nErweitertes Fitnessverst\u00e4ndnis, modifiziert nach Duwenbeck, Deddens und Augustin 2020, S. 13.\n<\/figcaption>\n<\/figure>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Der_Zusammenhang_von_Fitness_und_Bewegung\"><\/span>Der Zusammenhang von Fitness und Bewegung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>In fachdidaktischen Konzeptionen und Positionen (vgl. Balz &amp; Kuhlmann, 2003) kann man Zug\u00e4nge zum Themenbereich Fitness sowohl in fundamentalen und konservativen Positionen als auch in alternativen und pragmatischen Positionen finden.<\/p>\n\n<p>Allgemein wird Sportp\u00e4dagogik als Beratungsinstanz \u00fcblicherweise als \u201eangewandte\u201c Sportp\u00e4dagogik verstanden. Ihre Aufgabe ist es \u2013 unter anderem nach Kurz \u2013, \u201esowohl \u201adie gesetzten Sollwerte\u2018 p\u00e4dagogisch zu diskutieren, als auch die eingegrenzte Betrachtungsweise der anderen Disziplinen (etwa der Trainingswissenschaften \u2013 Anm. d. Verf.) mit dem p\u00e4dagogischen Blick auf den ganzen Menschen zu konfrontieren\u201c (Kurz, 1990, zit. in Mittmannsgruber, 2005, S. 5 ff.; Kurz, 1992).<\/p>\n\n<p>Diesen Blick auf den ganzen Menschen finden wir in einem p\u00e4dagogischen Verst\u00e4ndnis von Fitness wieder. Schwier (1997) sieht Fitness aus sportp\u00e4dagogischer Sicht sowohl als individuell w\u00fcnschenswerten Zustand des Menschen. Andererseits sieht er fitnessorientiertes Sporttreiben unweigerlich in einem Spannungsfeld zwischen dem aktiven Streben nach Selbstverwirklichung und einer quasi auferlegten Konsumorientierung. Fitness ist damit auch \u201eWare\u201c (Schwier, 1997, S. 167).<\/p>\n\n<blockquote>\n<p><strong>Fitness im Schulsport soll Sch\u00fcler:innen das Wissen vermitteln, wie sie ihr Leben in Wohlbefinden f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Allen diesen Verankerungen liegt zun\u00e4chst ein einfaches Paradigma zugrunde: K\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t f\u00f6rdert die Fitness. Dies ist eine Setzung, die empirisch abgesichert zu sein scheint (Schwier, 1997, S. 22; Beuker, 1993; Umbach &amp; Fach, 1990, S. 52; Schmidtbleicher, 1997, S. 26 ff.).<\/p>\n\n<p>Zudem wird implizit erwartet, dass durch sportliche Aktivit\u00e4ten und eine dadurch gesteigerte Leistungsf\u00e4higkeit \u2013 gleichgesetzt mit Fitness \u2013 auch die Leistungsbereitschaft und das Wohlbefinden gesteigert werden. Dies ist jedoch nur eine erste Facette von Fitness, mit der sicherlich ein Beitrag geleistet wird, eine lebenslange Fitness zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n<p>Im Sinne der Zielsetzung Leistungsf\u00e4higkeit kann zun\u00e4chst konstatiert werden, dass k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t die Fitness f\u00f6rdert. Bewegung baut Schutzfaktoren auf, macht resistenter gegen Stress, f\u00f6rdert eine geistige Ausgeglichenheit und sorgt in Summe f\u00fcr ein besseres Befinden. Dabei unterscheidet man zwischen Soforteffekten und langfristig wirkenden Effekten.<\/p>\n\n<p>Das Individuum entwickelt dadurch zum einen auf psychischer Ebene eine h\u00f6here Resilienz und zum anderen durch die Trainingseffekte eine bessere Angepasstheit im Sinne einer Hom\u00f6ostase als Vorbereitung auf kommende Anforderungen. So betrachtet ist regelm\u00e4\u00dfige Bewegung eine unabdingbare Grundvoraussetzung f\u00fcr Gesundheit und Leistungsf\u00e4higkeit.<\/p>\n\n<p>Hiermit w\u00e4re die Sollsetzung im Sinne der angestrebten Kompetenzvermittlung legitimiert, die sich auf die k\u00f6rperlichen F\u00e4higkeiten bezieht und die in fast allen Lehrpl\u00e4nen enthalten ist.<\/p>\n\n<p>Dem entgegen stehen jedoch aufseiten der Sch\u00fcler:innen Hemmnisse wie die Motivation, das mangelnde fachliche Wissen und in wenigen F\u00e4llen k\u00f6rperliche Hindernisse, Krankheiten und\/oder manchmal einfach der fehlende Wille oder die fehlende Einsicht.<\/p>\n\n<p>Damit tritt auch die zweite Facette des Sportunterrichts in den Fokus der Fitnessp\u00e4dagogik: die Wissensvermittlung und der Erwerb \u201eechter\u201c Fitnesskompetenzen. Gemeint sind Kompetenzen, die direkt anwendbar, mit theoretischem Hintergrundwissen unterf\u00fcttert und mit sp\u00fcrbaren Effekten verbunden sind.<\/p>\n\n<p>So kann eine Entspannungstechnik, bei der verstanden wurde, warum sie wirkt und welche Prozesse dabei ablaufen, direkt in den Alltag eingebaut werden. Ein weiteres Beispiel sind Bewegungspausen, die in Kooperation mit anderen F\u00e4chern fest installiert werden und in denen der R\u00fccken bewegt und entlastet wird.<\/p>\n\n<p>\u00dcber die Bedeutung von Fitness und Gesundheit als Gegenstand eines modernen erziehenden und kompetenzorientierten Sportunterrichts wird unter Sportlehrer:innen, Sportdidaktiker:innen und Sportp\u00e4dagog:innen schon lange nicht mehr grunds\u00e4tzlich gestritten.<\/p>\n\n<p>Bereits in den sp\u00e4ten 1980er-Jahren stellte Beckers (1988) jedoch warnend fest, dass dabei \u201eeine rein affirmative Vermittlung von fitnessorientierten Techniken der K\u00f6rperformung\u201c \u2013 etwa im Sinne von Bodybuilding \u2013 Gefahr laufe, \u201edie Akteure zum Spielball von industriell durchgestylten K\u00f6rpermoden zu machen, die Disziplinierung des K\u00f6rpers zu verst\u00e4rken und (p\u00e4dagogisch w\u00fcnschenswerte) autonome Sinnfindungen zu verfehlen oder gar nicht erst in den Blick zu nehmen\u201c (Schwier, 1997, S. 168).<\/p>\n\n<p>Brodtmann (1997) pr\u00fcfte zeitgleich, ob \u201eFitness erhalten und f\u00f6rdern\u201c ein vorrangiger Auftrag des Schulsports sein k\u00f6nne. Er stellte unter anderem die berechtigte Frage, ob eine damals st\u00e4rkere Betonung der Fitnessf\u00f6rderung im Schulsport in der p\u00e4dagogischen Konsequenz damit verbunden sei, andere Aspekte zu reduzieren oder ganz entfallen zu lassen.<\/p>\n\n<p>Zudem stellte er die Funktion des Bem\u00fchens um Fitness aus der Perspektive einer salutogenetisch orientierten Gesundheitswissenschaft zur Diskussion und schlussendlich auch die sich daraus ergebenden Priorit\u00e4ten, die im Schulsport mit Blick auf Gesundheitserziehung und Gesundheitsorientierung zu verfolgen w\u00e4ren.<\/p>\n\n<p>In der Konsequenz stellte Brodtmann eine hochmoderne Forderung auf, die auch heute so kommentarlos stehen bleiben kann:<\/p>\n\n<blockquote>\n<p>\u201eSchulsport sollte sich auf das konzentrieren, was langfristig bleibt. Wenn es im Schulsport um Fitnesstraining geht, dann ausschlie\u00dflich um den Erwerb grundlegender Fitnesskompetenzen, die es einem heranwachsenden Menschen erm\u00f6glichen, sich nicht nur sachkompetent, sondern auch \u2013 im Blick auf die fragw\u00fcrdigen Fitnessangebote in seiner Umwelt \u2013 urteilsf\u00e4hig und verantwortlich um eine gesundheitlich relevante Fitness zu bem\u00fchen.\u201c<\/p>\n<cite>Brodtmann, 1997, S. 169 ff.<\/cite>\n<\/blockquote>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fitness_in_der_Lebenswelt_der_Schueler_innen\"><\/span>Fitness in der Lebenswelt der Sch\u00fcler:innen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>25 Jahre nach Brodtmann ist Fitness allgegenw\u00e4rtig. Fitness ist ein tragendes Element von Werbung und Trends. Fitness ist Gegenstand und konstituierendes Element von Blogs, Videokan\u00e4len, Instagram und Co.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr andere hingegen ist Fitness oder das Streben danach eine Last, an der sie sich abarbeiten, wegen der sie erkranken oder die sie unerf\u00fcllt suchen. Vor allem soziale Medien spielen hier eine \u00fcbergeordnete Rolle. Hier trifft man als Folge auf Ph\u00e4nomene wie Ern\u00e4hrungsst\u00f6rungen oder Sportsucht, St\u00f6rungen von Selbstbildern und \u00c4hnliches.<\/p>\n\n<p>Moderne Lebensumst\u00e4nde lassen die Menschen auf der anderen Seite zum Beispiel immer l\u00e4nger sitzend oder in ungesunden Haltungen verharren, etwa beim stundenlangen Starren auf Bildschirme. Dies l\u00e4sst kompensierende Aktivit\u00e4ten schon in j\u00fcngeren Jahren als noch wichtiger erscheinen, als dies einmal der Fall war.<\/p>\n\n<p>Nachtig\u00e4ller und Pollmann (2019) haben anschaulich dargelegt, inwiefern Medienkonsum, motorische Leistungsf\u00e4higkeit und k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t im Grundschulalter interdependent sind. Zentrale Konsequenz der Untersuchungsergebnisse ist die argumentative St\u00fctzung von Interventionen im Setting (Grund-)Schule.<\/p>\n\n<p>Die Konsequenz daraus darf jedoch nicht sein, dass die ohnehin schon zu knapp bemessene Zeit f\u00fcr den Schulsport nun auch noch zus\u00e4tzliche kompensatorische Aufgaben \u00fcbernehmen soll. Stattdessen muss grunds\u00e4tzlich mehr Bewegung beziehungsweise Bewegungszeit in der Schule verankert werden (Nachtig\u00e4ller &amp; Pollmann, 2019, S. 194 ff.).<\/p>\n\n<p>Fitness ist zu sehr in der Lebenswirklichkeit von Sch\u00fcler:innen verankert, als dass der Sportunterricht sie ignorieren k\u00f6nnte. Die Auseinandersetzung mit Fitness ist jedoch oftmals sehr k\u00f6rperbezogen und auf Leistungsf\u00e4higkeit ausgerichtet. So wird unter anderem thematisiert, woran man denn \u201eeigentlich merkt, dass man fit ist, und wie man das dann bestenfalls m\u00f6glichst effektiv herstellen kann\u201c (Parg\u00e4tzi &amp; Schiemann, 2018, S. 2 ff.).<\/p>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Paedagogischer_Auftrag_Fit_fuer_Fitness_machen\"><\/span>P\u00e4dagogischer Auftrag: Fit f\u00fcr Fitness machen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>Die Herausforderung lautet: Wie kann ich langfristig, nachhaltig und vor allem selbstbestimmt mein Leben in m\u00f6glichst maximalem Wohlbefinden und Gesundheit f\u00fchren? Wie werde ich darin kompetent, mit den t\u00e4glich auf mich einwirkenden Stressoren umzugehen?<\/p>\n\n<p>Hierzu ben\u00f6tigen die Sch\u00fcler:innen einen \u201eWerkzeugkasten\u201c und entsprechende F\u00e4higkeiten. Dazu geh\u00f6ren:<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Kompetenzbereich<\/th>\n<th>Konkrete Bedeutung<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Kompensatorische Kompetenzen = K\u00f6nnen<\/strong><\/td>\n<td>Ich habe heute lange gesessen. Wie kann ich nun Bewegung in meinen Tagesablauf integrieren, um den Verspannungen entgegenzuwirken? Was brauche ich, und wie wende ich es an?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Einsicht = Sollen<\/strong><\/td>\n<td>Es w\u00e4re gut, wenn ich nun etwas t\u00e4te, weil \u2026!<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Volative F\u00e4higkeiten = Wollen<\/strong><\/td>\n<td>Ich wende mein K\u00f6nnen nun freiwillig und selbstbestimmt an oder eben auch nicht \u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n\n<p>Man darf bei der Leistungsoptimierung, die als das Nonplusultra suggeriert wird, nicht vergessen, dass nach einem langen Tag des Sitzens auch das Liegen auf der Couch als entspannend wahrgenommen werden kann. Dies ist eine der m\u00f6glichen Optionen.<\/p>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Kompetenzen_nachhaltig_ausbilden\"><\/span>Kompetenzen nachhaltig ausbilden<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>Hier weicht Fitness als Konzept f\u00fcr die Schule vom allgemeinen, rein leistungsorientierten Verst\u00e4ndnis deutlich ab. Es baut darauf, dass die erworbenen Kompetenzen \u00fcberwiegend sinnstiftend und m\u00f6glichst lebenslang und nachhaltig angewendet werden, weil sie auf Selbsteinsicht beruhen.<\/p>\n\n<p>Es geht also in \u00dcbereinstimmung mit Beckers (2007) vor allem darum, die Ressourcen des Subjekts zu st\u00e4rken und die individuellen Lebensbedingungen m\u00f6glichst positiv zu gestalten, indem Aktivit\u00e4ten in den Interventionsfeldern \u201eFunktionsf\u00e4higkeit\u201c, \u201eLeistungsf\u00e4higkeit\u201c und \u201eindividuelle Gestaltungsf\u00e4higkeit\u201c entwickelt werden.<\/p>\n\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Verantwortung_fuer_die_eigene_Fitness\"><\/span>Verantwortung f\u00fcr die eigene Fitness<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n<p>Gerade die individuelle Gestaltungsf\u00e4higkeit wird aktuell zu wenig in den Blick genommen. Beckers (2007) versteht darunter \u201eHilfestellung bei der Suche nach Sinn sowie Entwicklung der F\u00e4higkeit, sein eigenes Leben individuell und selbstverantwortlich gestalten und Lebensprobleme bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen\u201c (Beckers, 2007, S. 4).<\/p>\n\n<p>Bei der Entwicklung einer didaktischen Konzeption kommt ihr eine zentrale Aufgabe zu. F\u00fcr die didaktische Planung bedeutet dies, drei aufeinander aufbauende Stufen zu ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Stufe<\/th>\n<th>Didaktische Aufgabe<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>1<\/strong><\/td>\n<td>Erkennen bestehender individueller Muster des Verhaltens<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>2<\/strong><\/td>\n<td>F\u00f6rderung pers\u00f6nlicher Kompetenzen, die zu einer individuell sinnerf\u00fcllten Lebensgestaltung im schulischen und au\u00dferschulischen Lebensraum bef\u00e4higen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>3<\/strong><\/td>\n<td>Erproben von Alternativen des Verhaltens. Hier geht es nicht darum, als \u201erichtig\u201c vorgegebene Verhaltensweisen anzutrainieren, sondern um das Suchen und Finden individuell angemessener Verhaltensweisen in einem \u201egesch\u00fctzten\u201c, weil folgenlosen Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n\n<p>In diesem Zusammenhang bekommen \u201eReflexionsphasen\u201c eine besondere Bedeutung, weil damit das im Unterricht Erlebte verarbeitet werden kann (vgl. Beckers, 2007, S. 33 ff.).<\/p>\n\n<p>Die Interventionsfelder Funktions- und Leistungsf\u00e4higkeit, die sich mit der Gestaltungsf\u00e4higkeit \u00fcberschneiden und die im Sportunterricht h\u00e4ufig zu stark fokussiert werden, k\u00f6nnen nun etwas zur\u00fcckgenommen werden, da sie sich automatisch entwickeln.<\/p>\n\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Beispiele_fuer_Gestaltungsfaehigkeit\"><\/span>Beispiele f\u00fcr Gestaltungsf\u00e4higkeit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n<p>Gestaltungsf\u00e4higkeit bedeutet, an einem konkreten Beispiel verdeutlicht: Wenn etwa der R\u00fccken nach langem Sitzen schmerzt, muss dies zun\u00e4chst wahrgenommen werden.<\/p>\n\n<p>Nun muss gekl\u00e4rt werden: Was schmerzt genau? Wie reagiert die Muskulatur auf Belastungen und Fehlbelastungen? Wie funktionieren \u00dcbungen, die dem Schmerz entgegenwirken? Anschlie\u00dfend kann die Ma\u00dfnahme etwa in Form von \u201eTraining\u201c oder \u201e\u00dcbung\u201c erfolgen.<\/p>\n\n<p>In einem weiteren Schritt gilt es, die Ursachen der Muskelverspannung zuk\u00fcnftig zu vermeiden, zum Beispiel durch eine aktiv ver\u00e4nderte Sitz- oder Arbeitsposition, Bewegungspausen oder \u00c4hnliches.<\/p>\n\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Trainingsmethoden_erproben\"><\/span>Trainingsmethoden erproben<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n<p>Auf der Methodenebene sollen trainingsbezogene Ver\u00e4nderungen \u2013 im Sinne einer \u201eErfahrbarkeit\u201c \u2013 nat\u00fcrlich auch erlebt werden. Es ist unabdingbar, die direkten und sp\u00fcrbaren Ver\u00e4nderungen und Anpassungserscheinungen, die sich im Optimalfall ergeben, tats\u00e4chlich zu erleben. Dies geht nur, wenn auch Training erprobt wird.<\/p>\n\n<p>Hier sei exemplarisch das subjektive Belastungsempfinden genannt, das sich besonders eignet, um das Spannungsfeld zwischen Objektivit\u00e4t, Subjektivit\u00e4t und Intersubjektivit\u00e4t bei Belastungen zu verdeutlichen. Denn: Nur weil wir alle schwitzen, war es nicht f\u00fcr alle die gleiche Belastung.<\/p>\n\n<p>Auch Krafttraining, zum Beispiel im Sinne eines \u201esanften Ein-Satz-Krafttrainings\u201c (Boekh-Behrens &amp; Buskies, 2000, S. 48 ff.; Thienes, 2008; Thienes &amp; Austermann, 2006), das mit sehr geringen Intensit\u00e4ten erfolgt und dennoch gerade im Anf\u00e4ngerbereich schnelle und lang andauernde Effekte zeigt (Reuter &amp; Buskies, 2003, S. 372 ff.), sollte erprobt werden.<\/p>\n\n<p>Dabei sollten beispielsweise folgende Fragen im Mittelpunkt stehen:<\/p>\n\n<ul>\n<li>Wie trainiert man genau?<\/li>\n<li>Welche Gewichte benutze ich \u2013 und warum?<\/li>\n<li>Warum ist die genaue Ausf\u00fchrung der Bewegung beim Training essenziell?<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>In Summe m\u00fcssen dabei vor allem qualitative Aspekte Beachtung finden (Siewers, 2001, S. 55\u201360; G\u00fcnther, 2004, S. 43 ff.).<\/p>\n\n<h3><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fitness_zum_persoenlichen_Thema_machen\"><\/span>Fitness zum pers\u00f6nlichen Thema machen<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h3>\n\n<p>Im Sinne einer Langfristigkeit liegt das Bildungspotenzial eines schulsportlichen Fitnesstrainings nach Baschta (2015) jedoch nicht in der unreflektierten Anwendung des erlernten trainingsspezifischen Fachwissens, sondern im pers\u00f6nlichen Verh\u00e4ltnis der Lernenden zu diesem Wissen und im Umgang damit.<\/p>\n\n<p>Es geht nach Baschta im Unterricht darum, dass Sch\u00fcler:innen ihren aktuellen Fitnesszustand erheben und sich anschlie\u00dfend \u2013 im Sinne einer Eigenverantwortung f\u00fcr den eigenen K\u00f6rper \u2013 die Frage stellen, wie sie reagieren wollen. Der Autor spricht in diesem Zusammenhang davon, dass sie sich selbst trainieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Somit geht es nach Baschta darum, den abstrakten Begriff Fitness zu einem den Sch\u00fcler:innen eigenen, pers\u00f6nlichen Thema zu machen (Baschta, 2015, S. 11 ff.).<\/p>\n\n\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Dimensionen_von_Fitness_im_Sportunterricht\"><\/span>Dimensionen von Fitness im Sportunterricht<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>Im Sportunterricht k\u00f6nnen die unterschiedlichen Dimensionen von Fitness und Gesundheit auf vielf\u00e4ltige Weise akzentuiert werden. Betrachtet man die grunds\u00e4tzlichen p\u00e4dagogischen M\u00f6glichkeiten, erkennt man die unterschiedlichen Ebenen des Lernens (Mittmannsgruber, 2005) und gleichzeitig m\u00f6gliche Zielsetzungen:<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table>\n<thead>\n<tr>\n<th>Dimension beziehungsweise Zielsetzung<\/th>\n<th>Leitfrage oder Beispiel<\/th>\n<\/tr>\n<\/thead>\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Erweiterung der Handlungsm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/td>\n<td>Welche M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung meines Wohlbefindens kann ich wie anwenden, zum Beispiel Entspannungstechniken?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>St\u00e4rkung der Selbstorganisation<\/strong><\/td>\n<td>Wie kann ich mein Training in einem Wochenplan organisieren?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Ausgleich schulischer Belastungen<\/strong><\/td>\n<td>Wie kann ich meinen R\u00fccken nach einem Tag am Schreibtisch mobilisieren?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Rollenmodifikationen und soziales Lernen<\/strong><\/td>\n<td>Was kann eine \u201eLaufgruppe\u201c f\u00fcr mich als Motivationshilfe bedeuten?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Chancen zur Differenzierung<\/strong><\/td>\n<td>Muss ich wirklich abnehmen oder will ich meinen K\u00f6rperfettanteil senken und den Muskelanteil erh\u00f6hen?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Gelegenheiten zur Diagnose<\/strong><\/td>\n<td>Wie ist es um meine Ausdauer bestellt, und wie entwickelt sich mein Puls?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Ans\u00e4tze zur f\u00e4cher\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit<\/strong><\/td>\n<td>Wie erfolgt die Energiebereitstellung, und welche Konsequenzen hat dies f\u00fcr meine Ern\u00e4hrung \u00fcber den Tag hinweg?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Intensivierung des Schullebens<\/strong><\/td>\n<td>Wir laufen an einem Aktionstag f\u00fcr neue Spielger\u00e4te auf dem Schulhof.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>\u00d6ffnung der Schule<\/strong><\/td>\n<td>Welche Aktivit\u00e4ten sind im Stadtbezirk m\u00f6glich oder nicht m\u00f6glich? Wie kann man die Kommune von Ver\u00e4nderungen \u00fcberzeugen?<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Projektorientierung<\/strong><\/td>\n<td>Wie kann ich frei einen eigenen Sinnbereich der Fitness beziehungsweise Gesundheit f\u00fcr mich erarbeiten?<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Theorie-Praxis-Verzahnung\"><\/span>Theorie-Praxis-Verzahnung<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>Die Unterrichtsgestaltung auf der Inhaltsebene im Vermittlungsmodus \u2013 der didaktischen Ebene \u2013 orientiert sich hierbei an den fachwissenschaftlichen Standards und Erkenntnissen.<\/p>\n\n<p>Dazu geh\u00f6ren ein ganzheitliches Verst\u00e4ndnis von Fitness, aber auch allgemeine Aspekte der Trainingslehre, Aspekte der R\u00fcckenschule und somit der Anatomie, Physiologie und Traumatologie. Durch die Vermittlung von Wissen, das Durchf\u00fchren von \u00dcbungen sowie das Anwenden der erlernten Methoden sind Praxis-Theorie-Bez\u00fcge automatisch gegeben.<\/p>\n\n<p>Am Beispiel Stress kann dies verdeutlicht werden: Wenn dieser in den Mittelpunkt r\u00fcckt, kommt es auf die Beziehungsebene im Unterricht an. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis muss gew\u00e4hrleistet sein.<\/p>\n\n<p>Wenn Menschen erst in einer Rehabilitationsma\u00dfnahme Erkenntnisse aus der Stressforschung verinnerlichen m\u00fcssen, ist es zu sp\u00e4t. Grundlegende Wirkungsweisen sind seit Langem belegt, insbesondere bei andauerndem Stress, der sich bereits in fr\u00fchen Jahren auswirken kann, etwa durch Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen. Dessen ist man sich jedoch nicht immer unmittelbar bewusst.<\/p>\n\n<p>Dass diese Symptome Indikatoren f\u00fcr eine nicht vorhandene Resilienz gegen\u00fcber den Auswirkungen von Stress sein k\u00f6nnen, muss man wissen.<\/p>\n\n<p>Werden etwa im Sportunterricht Selbsttests zur Stressgef\u00e4hrdung thematisiert und Entspannungs\u00fcbungen unterrichtet, r\u00fcckt dieser Aspekt von Fitness st\u00e4rker in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wird es emotionaler, da dieser Aspekt neben der K\u00f6rperlichkeit vor allem seelische und psychologische Dimensionen ber\u00fchrt.<\/p>\n\n<p>Auf der Beziehungsebene des Unterrichts sind Sportlehrer:innen hier noch einmal deutlich st\u00e4rker gefordert und m\u00fcssen unter Umst\u00e4nden auch Expert:innen zurate ziehen, wenn dies geboten erscheint. Die Forderung nach einer Verst\u00e4rkung von Fortbildungen in diesem Bereich dr\u00e4ngt sich auf.<\/p>\n\n<p>Dabei darf man vor allem nicht Gefahr laufen, dass der Sportunterricht zu \u201etherapeutisch\u201c wird. Wie oben bereits erw\u00e4hnt, geht es vielmehr darum, die Kompetenz zu erlangen, mindestens zu erkennen, ab wann eine Reaktion notwendig wird. Dazu geh\u00f6ren vor allem das Wissen um Ursachen und Auswirkungen sowie praktische F\u00e4higkeiten, um Ma\u00dfnahmen zu ergreifen.<\/p>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Fazit\"><\/span>Fazit<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<p>Es bleibt festzuhalten, dass bestimmte Elemente von Fitness in einem hohen Ma\u00dfe mit Theorie-Praxis-Verkn\u00fcpfungen einhergehen. Moderne Unterrichtskonzepte im Sinne eines erziehenden reflexiven Sportunterrichts, die nicht nur auf die \u201eLeistungserziehung\u201c setzen, sondern alle Aspekte des Kompetenzerwerbs ber\u00fccksichtigen, beziehen diese mit ein.<\/p>\n\n<p>Begreifen wir Fitness im Schulsport st\u00e4rker als ein Konzept, das darauf vorbereitet, eine Lebensbew\u00e4ltigung in Wohlbefinden zu erm\u00f6glichen, und weniger als lediglich einen gew\u00fcnschten \u201eEndzustand\u201c, wird der Blick auf die Akzentuierung des Unterrichts deutlich weiter.<\/p>\n\n<p>Nat\u00fcrlich kann und soll ein auf gesundheitsorientierte Fitness ausgelegter Sportunterricht auch praktische und kompensatorische Konsequenzen haben. Fitnesstraining in der Schule ist machbar, hat Effekte und besitzt seine Berechtigung (vgl. Duwenbeck, 2021).<\/p>\n\n<p>Aktuelle Fitnesstrends im Sportunterricht zu thematisieren, kann zudem spannend und wirkungsvoll sein. Es kann dazu f\u00fchren, dass Sch\u00fcler:innen kompetent Werturteile und Entscheidungen f\u00e4llen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n<p>Mit Fitness verbundene Techniken und technische Hilfsmittel zu kennen und sie bew\u00e4ltigen zu lernen, kann auf dem Weg zu einem ges\u00fcnderen Leben hilfreich sein, etwa um die motorische Fitness zu quantifizieren, beispielsweise \u00fcber motorische Testverfahren.<\/p>\n\n<p>Dabei k\u00f6nnen auch technische Gadgets wie smarte Uhren, Handys oder Tracker genutzt werden. Sie k\u00f6nnen Sch\u00fcler:innen unterst\u00fctzen, sollten aber auch im Hinblick auf sensible Daten kritisch reflektiert werden.<\/p>\n\n<p>Und: Sich mit K\u00f6rperbildern und von au\u00dfen gesetzten Normen und Erwartungen auseinanderzusetzen sowie \u201eMuster des Verhaltens\u201c (Beckers, 2007, S. 32 ff.) zu erkennen und gegebenenfalls zu ver\u00e4ndern, ist vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben, die der Sportunterricht leisten muss.<\/p>\n\n<p>Eine \u201emoderne Fitnessp\u00e4dagogik\u201c kann das gut einl\u00f6sen. In dieser Summe ist das \u201eKonzept Fitness\u201c sehr viel mehr als ein rein leistungsoptimierendes Training. Es gilt mit Beckers mehr denn je, das Wollen, K\u00f6nnen und Sollen in Einklang zu bringen und auch die M\u00f6glichkeit zu er\u00f6ffnen, manchmal \u201eNein\u201c sagen zu d\u00fcrfen (Beckers, 2007, S. 28 ff.).<\/p>\n\n<h2><span class=\"ez-toc-section\" id=\"Literatur\"><\/span>Literatur<span class=\"ez-toc-section-end\"><\/span><\/h2>\n\n<ul>\n<li>Baschta, M. (2015). Fitnesstraining in der Sekundarstufe II. <em>Sportunterricht 64<\/em> (8), S. 11.<\/li>\n<li>Balz, E. &amp; Kuhlmann, D. (2003). <em>Sportp\u00e4dagogik \u2013 ein Lehrbuch in 14 Lektionen.<\/em> Meyer &amp; Meyer.<\/li>\n<li>Beckers, E. (1988). K\u00f6rperfassaden und Fitness-Ideologie. Wiederkehr des K\u00f6rpers in der Fitness-Bewegung? In: Schulz, N. &amp; Allmer, H. (Hrsg.). <em>Fitness-Studios. Anspruch und Wirklichkeit.<\/em> Academia Verlag, S. 153\u2013175.<\/li>\n<li>Beckers, E. (2007). <em>P\u00e4dagogischer Orientierungsrahmen zur Sicherheits- und Gesundheitsf\u00f6rderung im Schulsport NRW.<\/em> Online unter: <a href=\"https:\/\/www.schulsport-nrw.de\/fileadmin\/user_upload\/schulsportpraxis_und_fortbildung\/dokumente\/POR_Schulsportportal_070919.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.schulsport-nrw.de\/fileadmin\/user_upload\/schulsportpraxis_und_fortbildung\/dokumente\/POR_Schulsportportal_070919.pdf<\/a>, abgerufen am 16.10.2023.<\/li>\n<li>Boekh-Behrens, W.-U. &amp; Buskies, W. (2000). <em>Fitness-Krafttraining.<\/em> rororo.<\/li>\n<li>Brehm, W., Kuhn, P., Lutter, K. &amp; Wabel, W. (Red.) (1997). <em>Leistung im Sport \u2013 Fitness im Leben. Beitr\u00e4ge zum 13. Sportwissenschaftlichen Hochschultag der DVS vom 22.\u201324.9.1997 in Bayreuth.<\/em> Czwalina.<\/li>\n<li>Brodtmann, D. (1997). Fitness erhalten und f\u00f6rdern \u2013 ein vorrangiger Auftrag des Schulsports? In Brehm et al. (Hrsg.) (1997), S. 169.<\/li>\n<li>Duwenbeck, R. &amp; Deddens, E. (2013). <em>Das Fitnessstudio in der Turnhalle.<\/em> Verlag an der Ruhr.<\/li>\n<li>Duwenbeck, R., Deddens, E. &amp; Augustin, J. (2020). <em>Fitness &amp; Motorik kompetenzorientiert unterrichten \u2013 Grundlagen zur Planung und Umsetzung \u2013 Diagnosetests \u2013 komplette Unterrichtsvorhaben.<\/em> Auer.<\/li>\n<li>Duwenbeck, R. (2021). Mehr als eine Crossfitbox. <em>sportp\u00e4dagogik<\/em> (4) 2, S. 40\u201344.<\/li>\n<li>Duwenbeck, R. (2023) Fitness ist mehr. Die schwierige Suche nach einer Fitnessp\u00e4dagogik f\u00fcr den Sportunterricht Basisbeitrag &#8211; <em>sportp\u00e4dagogik<\/em> (6) Friedrichverlag<\/li>\n<li>G\u00fcnther, A. (2004). Fitnesstraining im Sportunterricht. <em>Sportunterricht<\/em>, 53 (2004) 11, S. 337\u2013340.<\/li>\n<li>Kurz, D. (1992). Sportp\u00e4dagogik als Teildisziplin oder integrativer Kern der Sportwissenschaft. <em>Sportwissenschaft<\/em> 22(2), S. 145\u2013154.<\/li>\n<li>Mittmannsgruber, P. (2005). <em>Einf\u00fchrung in die Bewegungs- und Sportp\u00e4dagogik.<\/em> Akademieverbund P\u00e4dagogische Hochschule in Krems, S. 5 ff.<\/li>\n<li>Nachtig\u00e4ller, T. &amp; Pollmann, D. (2019). <em>Sportunterricht<\/em>, Schorndorf, 68 (2019), Heft 5, S. 194 ff.<\/li>\n<li>Parg\u00e4tzi, J. &amp; Schiemann, S. (2018). Training im Sportunterricht. <em>sportp\u00e4dagogik<\/em> (42) 6, S. 2\u20137.<\/li>\n<li>Reuter, K. &amp; Buskies, W. (2003). Sanftes Krafttraining im Schulsport. <em>Sportunterricht<\/em>, 12\/2003, S. 372 ff.<\/li>\n<li>Schmidtbleicher, D. (1997). Fitnesstraining \u2013 Zielkonflikt zwischen Effektivit\u00e4t und Motivation. In Brehm et al. (Hrsg.) (1997), S. 26 ff.<\/li>\n<li>Schwier, J. (1997). Zwischen Selbsterfahrung und Konsumorientierung \u2013 K\u00f6rper und Fitness aus sportp\u00e4dagogischer Sicht. In Brehm et al. (Hrsg.) (1997), S. 167 ff.<\/li>\n<li>Siewers, M. (2001). Muskeltraining im Kinder- und Jugendalter. <em>Schleswig-Holsteinisches \u00c4rzteblatt<\/em>, S. 55\u201360.<\/li>\n<li>Thienes, G. (2008). <em>Trainingswissenschaft und Sportunterricht.<\/em> Westarp BookOnDemand, S. 297 ff.<\/li>\n<li>Thienes, G. &amp; Austermann, L. (2006). Krafttraining in der SEK I: Sanftes Einsatztraining als methodische Alternative? <em>Sportunterricht<\/em>, 55 (11), S. 324\u2013328.<\/li>\n<li>Umbach, C. &amp; Fach, H.-H. (1990). Muskeltraining in der Schule. <em>Sportunterricht<\/em> 9\/1990, S. 52.<\/li>\n<li>Zieschang &amp; Brehm (1997). Vorwort. In Brehm et al. (1997), S. 17.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Ralf Duwenbeck<\/strong> ist seit 28 Jahren Lehrer am K\u00e4the-Kollwitz-Gymnasium in Dortmund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sportlich, schlank, durchtrainiert \u2013 sind das die prim\u00e4ren Ziele von Fitness? Nein. Fitness ist viel mehr als Training im Sinne von Leistungsoptimierung. Gerade im Schulsport gilt es, Sch\u00fcler:innen einen gesundheitsorientierten Zugang zum Thema Fitness zu vermitteln und das K\u00f6nnen, Sollen und Wollen in Einklang zu bringen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":360,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26,3,7],"tags":[23],"class_list":["post-355","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-fitness","category-leitartikel","category-unterrichtspraxis","tag-fitness"],"blocksy_meta":{"page_structure_type":"type-2","styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":7},"vertical_spacing_source":"inherit"},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"3e371d6216cc42f5aa073712b04d2fe4","server":"vg04.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/3e371d6216cc42f5aa073712b04d2fe4"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=355"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":595,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/355\/revisions\/595"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sportunterricht.eu\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}